Von Niederselters ueber Oberselters nach Erbach und zurueck, 25 Januar 2026

  • Start: Niederselters, Alter Sportplatz
  • Länge: 11,2km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Kalt, windig, nass und nebelig, bei diesem bleiben selbst die Hunde hinter dem Kamin. Aber nun geht es wieder an die frische Luft! Im Dezember 2019 bin ich fast die gleiche Strecke gealufen.

Vom Alten Sportplatz geht es am Bahnhof und dem Selterwassermuseum vorbei. Obwohl es schon fast Mittag ist, sehe ich ich weit und breit keine Spaziergänger.

Selterswassermuseum:  Im Jahr 1581 wurde das Selterswasser erstmals erwähnt und wurde im 18. und 19. Jahrhundert bis nach Asien exportiert. In über 200 Büchern wird die Heilkraft des Wassers beschrieben:(www.selterswassermuseum.de)

Nun geht es bergauf bis zur Straße „Am Winterholz“ und …

… nachdem man den Seniorenpark passiert hat geht es in die offene Landschaft hinein.

Der Feldweg ist noch fest gefroren.

Oben angekommen hat man eine schöne Weitsicht über Niederselters und Eisenbach. Nur der Nebel hält sich hartnäckig und verschleiert die Sicht.

Der Feldweg mündet in einen Radweg und wieder einmal geht es bergauf.

Ich bleibe eine Weile auf der Höhe wo eine frisch Wind weht. Trotz frostiger Temperaturen ist der Feldweg aufgetaut und bald sind meine Schuhe schwer mit Lehmklumpen.

Trotz Nebel kann man im Tal Oberselters sehen.

Kurz vor dem Wiesenhof und dem Sonnenhof biege ich nach links ab und gehe ins Tal nach Oberselters.

Der Ortsrand von Oberselters kommt schon in Sicht.

Ich bleibe am Ortsrand und folge der Straße scharf nach rechts und wieder bergauf.

Der Fiedhof liegt friedlich und einsam im Hang.

Kurz vor dem Ortsrand am Buchenweg steht diese mechanische Uhr. Laut Infotafeln im Inneren der Uhr weiss man nicht viel über das Entstehen der Uhrwerks. Man nimmt an das sie vor dem zweiten Weltkieg gebaut wurde. Aber gesichert ist das sie von der Firma Ernst Meyer aus Magdeburg stammt.

In dem Artikel „Die Zeitretter – Zwischen Tradition und Zeitdruck“ auf magdeburg-kompakt.de kann man mehr über die Firma und das Uhrmacherhandwerk lernen.

Der Buchenweg endet hier und der Feldweg führt weiter bergauf.

Nachdem man den Hubertushof passiert hat geht es nach links und ins Tal.

Hier geht es am Obsthain entlang ins Tal und dann geht es wieder hinauf auf die Höhe..

Die Sonne schafft es nicht die Wolken und den Nebel beiseite zu schieben.

Oberselters sieht wegen des Nebels wie in Watte gepackt aus..

Nach einer kurzen Strecke auf der Höhe sieht man Eberbach im Tal.

Der Wiesenweg bleibt auf der Höhe und trifft dann auf einen Schotterweg.

Unterwegs sieht man ein Feldkreuz. Die Beschreibung im Büchlein des „Kercheweges“ von Bad Camberg handelt von dieser Station E1 (Erbach). Mehr Informationen findet man auf kercheweg.de

Das 5 Meter hohe Feldkreuz wurde 2002 von der Erbacher Handwerkerzunft errichtet (kercheweg.de).

Es bleibt kalt und somit geht es ohne Pause am Rande der Landstraße weiter.

Nachdem man die Brücke der neuen Umgehungsstraße und die Brücke der Bahn unterquert hat geht es nach links auf den Radweg.

Der Radweg führt an Erbach vorbei und ist Teil der Radrundtour Ems- & Wörsbachtal.

Die Infotafel beschreibt die Radrundtour Ems- & Wörsbachtal.und die Sehenswürdigkeiten von Erbach.  Jedes Jahr am ersten Mai-Sonntag findet ein Fahrrad-Sonntag mit vielen Programmen und Verpflegungsstationen statt.

Ich folge dem Radrundweg am Ortsrand entlang und biege an der B8 ins Tal ab. Eigentlich wollte ich neue Wege oberhalb der B8 erkunden aber es ist einfach zu kalt.

Rechts rauscht der Verkehr der B8 an mir vorbei.

Bei der „Kleinmühle“führt eine kleine Brücke über den Emsbach und es geht nun nach Oberselters..

Die Streuobstwiese hält Winterschlaf.

Nun begegnen mir die ersten Spaziergänger auf dieser Wanderung. Anscheinend bleiben die Menschen bei diesem Wetter im Warmen.

Der Anstreicher wartet schon auf seinen nächsten Auftrag.

Hat der Leopard sich verlaufen?

1448 entstand in der Ortsmitte eine Kapelle die dem Heiligen Leonard geweiht war. Nachdem die Kapelle Baufällig geworden war errichtete man 1776 die Saalkirche St. Antonius. Dies ist die Station O1 am Kercheweg (kercheweg.de).

Das Fachwerkhaus ist die „Bürgermeisterei“ in Oberselderscher Mundart (Infotafel).

Vermutlich 1777 erbaut diente dieses Gebäude als Backhaus, Schulhaus und Rathaus (Infotafel).

Rasch geht es durch Oberselters.

Am Ortsausgang steht dieses Denkmal des Selterswassers aus Oberselters. Die älteste noch existierende Erwähnung ist eine Bürgermeisterrechnung aus dem Jahre 1678 . Fast wäre im Jahre 1794 wegen dieser Quelle fast ein Krieg zwischen dem Fürstentümern Nassau-Oranien und Kurtrier ausgebrochen, denn ein sehr ertragreicher Mineralbrunnen gehörte Kurtrier im benachbarten Niederselters (oberselters.de).

Das Bild zeigt wie Arbeiter die wertvollen Mineralwasserflaschen verpacken. Im vorherigen Bild sieht man zwischen den Steinen alte Mineralflaschen liegen.

Blick auf die Bahngleise von der Brücke aus.

Die Brunnenstraße bringt mich direkt nach Niederselters und seinem Selterswassermuseum.

Im Selteswassermuseum wird die 500jährige Geschichte des Seltesers Heilwasser anschaulich dargestellt. In mehr als 200 Büchern wird im 18. und 19. Jahrhundert von der Heilwirkung des Wasser berichtet (Infotafel).

Der Geopark erstreckt sich über den Westerwald und den Taunus. 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und über 2000 Jahre Bergbaugeschichte kann man in dieser Gegend erkunden (Infotafel).

Nun geht es am Bahnhof vorbei zurück zum Alten Sportplatz.

Eisblumen an den Efeublättern am Sportplatz

Der Sportplatz liegt im Schatten und ist immer noch mit Frost überzogen

Hier endet nun meine heutige Wanderung. Schnell geht es nach Hause um einen heißen Kaffee zu geniessen und mich wieder aufzuwärmen.