Von Gießen nach Wettenberg mit Burg Gleiberg, 19 Januar 2020

– Start: Gießen, Hauptbahnhof

-Länge: 16,1km

-Markierung: keine durchgehende Markierung

GPS Track – siehe unten –aufgezeichnete Tracks sind eine Momentaufnahme da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

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Der Gießener Bahnhof ist ein interessantes Gebäude. 1853/4 errichtet erinnert es an eine Burg oder Kirche. Der Service ist hervorragend: offene Bäckereien, Buchhandel, Fast Food und mehr. Nur wie komme ich von hier aus zur Lahn? Mein Wandernavi zeigt einen Weg quer über die Schienen. Tatsächlich, ein überdachter Übergang und weiter über das Parkdeck führen zu einer Treppe nahe der Lahnstraße.

An der Lahnstraße entlang geht’s bis zur Heuchelheimer Sraße und der Lahnbrücke.

Auf der Brücke und auf dem Weg sind glatte Stellen wo ich vorsichtig laufe um nicht gleich auf der Nase zu liegen.

Die Sonne scheint sich durch zu setzten und wo sie ankommt schmilzt auch bald der Raureif und das Eis.

An einer Kleingartenanlage vorbei gehe ich durch offene Felder in Richtung Unterführung des Gießener Rings. Es folgt eine kleine Strecke durch das Industriegebiet West. Dort sehe ich vor mir eine Gruppe von Wanderern die aber bald um die Ecke biegt und dann nicht mehr zu sehen ist.

Erstaunlicherweise bin ich ziemlich alleine unterwegs. Vielleicht wartet man auf wärmeres Wetter. Nach dem kleinen Anstieg öffnet sich der Blick und man kann bis weit ins Land hinein sehen.

Die Burgen Vetzberg und Gleiberg kann ich jetzt schon in weiter Ferne sehen.

Vor mir steht der Gießener Bismarckturm. Er ist geschlossen, aber an bestimmten Tagen werden Besichtigungen durch geführt. Es gibt 174 Bismarktürme und Säulen in Deutschland. Diese wurden Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet um den 70. Geburtstag von Otto von Bismarck zu ehren.

Nebel blockt die Sicht auf Gießen und Umgebung.

Ein Blick zurück auf den Turm und die Baumanlage.

Der Obere Hardthof gehört zur Justus-Liebig Universität Gießen. Der Wasserturm ist das Wahrzeichen des Hofes und wurde ausser Betrieb genommen.

Diese Abteilung der Universität dient der Forschung in Tierzucht und Haustiergenetik.

Unweit vom Hof steht die Wetterstation Gießen-Wettenberg des Deutschen Wetterdienstes. Diese Station liefert Daten für Wettervorhersagen, Wetterwarnungen, Wetterdienst, Klimaforschung, und mehr..

Über eine Fussgängerbrücke überquere ich die A480/ L3047 und mein Ziel, die Burg Gleiberg, bleibt ständig in Sichtweite.

Die Burg Gleiberg

Der kleine Hund begleitet mich bis die Besitzerin in Richtung Wettenberg abbiegt.

Burg Vetzberg

Die Burg Vetzberg ist nur anderthalb Kilometer entfernt, aber ein Besuch ist nicht möglich da zur Zeit Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Burg wurde Anfang des 12. Jahrhundert erbaut und diente dem Gleiberger Grafen als Zweitburg .

Blick weit über das Gleiberger Land.

Burg Gleiberg ist eine Mittelalterliche Befestigungsanlage und wurde vermutlich so um das Jahr 1000 von Graf Friedrich I. aus dem Hause Luxemburg errichtet. Heute werden hier Hochzeiten, Familienfeste, und andere Festlichkeiten gefeiert.

Verschiedene Restaurants versorgen die Besucher der Burg..

Blick vom Tor ins Gleiberger Land.

Der Albertusgarten ist im Sommer ein blühender Burggarten und man kann im Biergarten kühle Getränke und warme Speisen geniessen.

… man kann sich vostellen wie die Burgherren sich verteidigten.

Der Burgfried ist offen und ich klettere nach oben zusammen mit anderen Familien und deren Kinder.

Der Blick vom Turm auf Wettenberg.

Hell erleuchted von der Mittagssonne die Terrassen der Burg und das weite Land.

Die Herren von Merenberg, ursprünglich sesshaft auf der Burg Merenberg bei Weilburg, erweiterten die Anlage und bauten stärkere Schutzmauern.

Die Anlage ist täglich frei zugänglich und von April bis September werden Führungen angeboten. In der Burg gibt es auch einen Rittersaal wo bis zu 200 Personen feiern können.

Ich mache mich wieder auf den Weg zurück nach Gießen und werfe noch einen letzten Blick zurück auf Wettenberg und die Burg.

Anfangs ist der Rückweg fast der gleiche Weg wie hin da ich die kleine Brücke über die A480 wieder nutze. Beim Unteren Hardthof überquere ich wieder den Gießener Ring und nach einer kleinen Strecke durch eine Wohnsiedlung gelange ich an die Lahn.

Nachdem ich die Lahn überquere gehe ich durch die Lahnauen zurück zum Bahnhof. 2012/13 wurde zum Anlass der Landesgartenschau in Gießen dieser Park an der Lahn angelegt.

… unter der Brücke hindurch geht es weiter durch die Lahnaue zum Bahnhof

Das Stadtwerke Wehr mit Bootsteg und Bootsrutsche

Der Weg zum Bahnhof führt wieder hoch auf das oberste Parkdeck und über die Fussgängerbrücke. Es dauert noch ein wenig bis der Zug kommt und ich nutze die Zeit und besuche die Buchhandlung im Bahnhof. Hier entdecke ich ein Buch über ‚1000 Freizeittipps in Mittelhessen‘. Mann, da gibt es ja noch einiges zu sehen, sowohl in Gießen als auch in Mittelhessen!