
- Start: Lollar, Bahnhof
- Länge: 13,0km
- Markierung: keine durchgehende
- GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
- Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können
Die Handwerker sind da und bleiben noch eine Weile. Die Vorbereitungen waren so anstrengend das ich die Wanderung am letzten Sonntag ausfallen ließ. Aber heute geht es weiter. Die Reise geht über Eschhofen und Gießen nach Lollar.


In Lollar herrscht schon reger Verkehr. Vielleicht liegt es an der offenen Bäckerei gleich an der Ecke. Die Endsilbe …lar im Ortsnamen, wie bei Lollar, Mainzlar oder Wetzlar, deuten auf eine keltische oder sogar vor-keltische Geschichte hin (Wikipedia).

Der von Buderus erbaute Gichtturm ist der Rest eines Hochofens und er wird im Volksmund „Wasserturm“ genannt (lollar.de). Er ist ein Teil der Lollarer Industriekultur und später wird man am Wegesrand die „Eisengießer“ Skulptur sehen.


Über den Baumwipfeln ragt die 1880 erbaute „Villa Buderus“ heraus. Sie ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden (Infotafel).
Im Lumdatal wird heute ein „Autofreier Sonntag“ gefeiert. Ob die Radfahrer die hier lang fahren dort mitmachen?



Die Infotafeln zeigen die Sehenswürdigkeiten von Lollar und die Radwege in Richtung Gießen und Marburg.
An der Marburger Straße passiert man die größte und älteste Arbeitersiedlung Hessens aus dem 19. Jahrhundert (Infotafel).


Hier steht das Eisengießerdenkmal. Die Skulptur wurde von der Firma Buderus gegossen (lollar.de).

Der „Thüringen – Hessen – Rhein Wanderweg“ ist mit „R“ Markiert und führt von vom Großen Inselsberg in Thüringen nach Engers am Rhein (bei Neuwied). Hier befindet man sich auf der 6. und 7. Etappe. Mehr Informationen findet man auf rennsteigverein.de


Langsam nähere ich mich Staufenberg.

Unter der Brücke rauscht der Verkehr auf der B3 hindurch.


Ich folge den Hinweisschildern um zur Burg zu gelangen.
Das Heimatmuseum Staufenberg findet man in der „Roten Schule“. Hier werden Werkzeuge, Trachten, Wohnkultur, sowie Haushaltsgegenstände und historische Kinderspielzeuge, und vieles mehr ausgestellt (museen.de). Die ehemaligen Volksschule wird wegen ihrer Bauweise aus roten Backsteinen „Rote Schule“ genannt (giessener-lahntaeler.de).



Vor der Haustür sieht man historisches Handwerkszeug.
Und schon erreicht man die Unterburg von Staufenberg.


Sie ist die jüngere von den beiden Burgbauten und wurde m Jahre 1517 als Wohnhaus gebaut. Es folgte ein reger Besitzerwechsel und verfiel zur Ruine. Im 19. Jahrhunderten kauften die Prinzen von Hessen die Burg und ließen sie wieder aufbauen (giessener-lahntaeler.de).

Gleich neben der Rezeption der Unterburg führt ein schmaler Pfad zur Oberburg.


Es sind nur noch die Mauerreste vom Palas, dem Hauptgebäude der Burg, aus dem 13. Jahrhundert zusehen. Im »Hessenkrieg« von 1646 – 1648 wurde sie fast vollständig zerstört (giessener-lahntaeler.de).
Nebenan steht die Eckturmruine mit begehbarer Wendeltreppe. Mittlerweile hat sich eine kleine Gruppe eingefunden die alle die Aussicht vom Turm genießen möchten.



Nach Norden zeigt der Pfeil in Richtung Rothaargebirge und Kellerwald, im Süden liegt der Taunus, im Osten liegt der Vogelsberg und im Westen der Westerwald.
Die Weitsicht ist in allen Richtungen einfach beeindruckend. Aber langsam wird es eng auf der Plattform und ich steige vom Turm hinunter und setze meine Wanderung fort.



Der Weg führt vorbei an einem Friedhof mit einem „Memoriam Garten“. Anstelle von gepflegtem Rasen sind hier viele bunte Blumenbete zu sehen.
Vom Radweg oberhalb des Tales kann man frische Luft und schöne Aussichten genießen.


Oberhalb von Mainzlar verlasse ich den Radweg und gehe zum Ort hinunter.

Die Ansage auf dem Schild spricht für sich.


Die strecke geht nur kurz durch den Ort Mainzlar und führt dann hinunter zur Lumda.
Und hier ist die Straße für den Verkehr gesperrt denn es gilt ja freie Fahrt für Fahrräder an diesem „Autofreien Sonntag“.



Nachdem man den Fluss überquert hat trifft man wieder auf einen Radweg der zum Industriegebiet führt.
Hier überquert man die Gleise…


… und gleich hinter dem Haus biegt man nach rechts ab.

Die Schafe lassen sich nicht stören. Sie heben nicht einmal den Kopf um zu sehen wer da vorbei läuft.


Man kann sich nicht satt sehen an diesem Bild der grünen Täler.
Nur ein paar Spaziergänger sind hier unterwegs.



Rechts vom Weg sieht man den Berg Staufenberg mit seinen beiden Burgen.
Der Weg führt nun durch Daubringen hindurch zum Ortsrand und der Lumda.


Weiter geht es mal recht mal links an der Lumda entlang.

Hinter Daubringen führt ein Radweg durch offene Weidenlandschaft.


Die Wiese ist voller Wildblumen und diese werden von fleißigen Bienen und Schmetterlingen besucht.
Der Radweg geht durch das Lumdatal und unter der Brücke der B3 hindurch.



Dann öffnet sich der Wald und man kommt zu einer Pferdekoppel. Die Pferde kann man kaum sehen denn sie halten sich im Schatten unter den Bäumen auf.
Nun ist es nicht mehr weit bis Lollar.


Das Rathaus von Lollar sagt mir das sich das Ende meiner Wanderung nähert.


Das Schulgebäude wurde 1892 erbaut und steht wegen seiner seiner Gestaltung und seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).
Ab dem Brunnen des „Schmaadleckers“ folge ich dem Hinweg zurück zum Bahnhof.


Oben auf den Gleisen fährt gerade der Zug nach Gießen vorbei. Nun wird es eine Stunde dauern bis der nächste Zug kommt.
Der Bahnhof Lollar wurde 1878 erbaut als eine Nebenstrecke, die so genannte Kanonenbahn, die Lollar mit Wetzlar verband, fertiggestellt worden war (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de). Ich habe nun Zeit, schaue mir den Bahnhof an und esse mein Mittagsbrot. Dann kommt auch schon der Zug und es geht zurück nach Hause.
