Hadamar – Niederhadamar – Elzer Flugplatz – Malmeneich, 5 Juli 2026

  • Start: Hadamar, Bahnhof
  • Länge: 11,9km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Was war das denn? könnte man sagen. Zwei Wochen mit Temperaturen so um die 40 Grad und wandern war nicht angesagt. Doch heute geht es wieder nach draußen. Vom Bahnhof in Hadamar gehe ich zuerst zum „grauen Bus“.

Eine Tafel neben dem Bus erklärt: Die Nationalsozialisten töteten in den Anstalten von Hadamar über 14.400 psychisch Kranke und behinderte Menschen. Diese Menschen wurden in grau gestrichenen Bussen zu den Anstalten gebracht um sie dort zu töten.

Ich verlasse das Denkmal und gehe zurück zur Brücke und folge dem Elbbach nach rechts. Man biegt nochmals nach rechts ab und für eine Weile begleiten die Gleise der Bahn den Radweg durch das Tal.

Die „Nassau-wäller Radrunde“ beginnt und endet in Westerburg. Die Strecke ist fast 58 Kilometer lang. Auf waellerland.com kann man den Streckenverlauf und die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand nachlesen.

Es ist noch früh am Morgen und die Luft ist angenehm kühl.

Am Elbbach liegt das Naturschutzgebiet „Kalksteinbruch bei Hadamar“. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1962 wurden hier Eisenerze, Ton, Basalt und Kalk abgebaut.

Teile der einstigen Betriebswege des Steinbruchs dienen heute als Radweg „R8“.

Eine Fussgängerbrücke führt über den Elbbach.

Der Elbbach ist ein fast 41 Kilometer langer Bach. Er entspringt in der Nähe von Westerburg und mündet bei Staffel in die Lahn.

Nach dem Naturschutzgebiet geht es in die offene Landschaft.

Seit einiger Zeit begleitet mich der Wanderweg 6 des Westerwälder Vereins. Dieser Wanderweg führt von Burbach nach Limburg.

Die Strecke biegt ab und über eine weitere Brücke gelangt man nach Niedererbach.

Ein schönes Fachwerkhaus aus dem 18./ 19. Jahrhundert (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de) mit britischem Telefonhäuschen

Der Turm der Pfarrkirche St. Peter stammt aus dem 12. Jahrhundert (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Ein Stückchen weiter sieht man das ehemalige Rat- und Backhaus, sowie älteste Schule der Gemeinde. Das Gebäude wurde 1718 errichtet. (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de)

Am Ortsrand liegt der Friedhof und ich nehme mir die Zeit für einen kurzen Besuch ehe es weiter geht.

Gemächlich geht es bergauf.

Bald kommt der Elzer Flugplatz in Sicht. Man kann hier dem Straßenrand folgen und am Flugplatz vorbei wandern. Auf ich -geh-wandern.de findet man die Wanderung „Drei-Täler-Tour Hadamar“ und diese macht genau diesen Schlenker.

Ich gehe geradeaus weiter und in den kühlen Wald hinein.

Der violette „Milanweg“ ist einer von drei Wanderwegen rund um Niedererbach. Dieser Milanweg verbindet die Orte Niedererbach, Elz und Malmeneich miteinander

Mitten im Wald biegt die Strecke unverhofft nach links ab und über einen schmalen, fast unsichtbaren Pfad gelangt man nach Malmeneich.

Der Ort Malmeneich liegt ruhig in der Mittagssonne.

Der Wegweiser in Malmeneich zeigt nach Limburg und „Mordschau“. Diese Denkmal, ein Kreuz, erinnert an den Dreißigjährigen Krieg als Elz von den Schweden (1630/35) heimgesucht wurde (elz.de). 

Am Dorfbrunnen lege ich eine kurze Pause ein und dann geht es am Feuerwehrhaus vorbei zurück in Richtung Hadamar.

Die nächsten Kilometer führen durch den Stadtwald von Hadamar.

Im Stadtwld ist es ruhig und ich treffe nur auf eine Spaziergängerin.

Am Wegesrand sieht man kleine Teiche mit Seerosen.

Am Ende des Stadtwaldes und kurz vor Hadamar passiert man den Weiher des Fischerei Vereins.

Eine schöne Baumallee umrandet den Weiher.

Auch hier blühen die schönen Seerosen.

Der Rückweg geht am Schwimmbad vorbei und schon bald erreicht man dern Ortsrand von Hadamar.

Unterhalb des Musischen Internates geht es steil den Berg hinunter.

Das ehemalige Franziskanerkloster und die Kirche St. Ägidius sieht man hoch am Mönchberg. Heute ist das ehemalige Kloster Teil des Psychiatrischen Landeskrankenhauses (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Die Steinerne oder auch Elbbachbrücke aus dem 12. Jahrhundert wurde 1552 durch Hochwasser so sehr beschädigt das sie wieder aufgebaut werden musste (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Auf der Brücke steht eine umgitterte Sandsteinfigur des Hl. Johann von Nepomuk. Sie soll um 1760 von den Jesuiten der Stadt gestiftet worden sein (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Ein großes Wandbild schmückt das Haus am Kopf der Brücke.

Von der Brücke ist es nicht weit bis zum Rathaus von Hadamar am Untermarkt. Es wurde 1639 als Sitz des Gräflichen Sekretärs erbaut. Der Eingang ist mit kunstvollen Schnitzereien geschmückt (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Hammelburg

Ehemaliger Marstall (Stadtmuseum u. a.)