Steinau an der Strasse – durch die Märchenstadt und zur Kinzigtalsperre, 27 September 2026

  • Start: Steinau an der Straße, Bahnhof
  • Länge: 16,5km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Heute möchte die Altstadt von Steinau an der Straße, sein Schloss und die Umgebung erkunden. Mit der Bahn erreiche ich am späten Morgen den Bahnhof von Steinau an der Straße.

Vom Bahnhof aus folge ich der Bahnhofstraße und Alten Bahnhofstraße bis zur Brüder-Grimm-Straße.

Vom Bahnhof zur Innenstadt läuft man etwa einen Kilometer. Die Alte-Bahnhofstraße führt hinunter ins Tal.

Man überquert die Leipziger Straße und dann die Kinzig und dann erreicht man die Brüder-Grimm-Straße. Hier begegnen einem schon die Markierungen von verschieden Wanderwegen. Auf steinau.eu kann man von 13 Wanderwegen wählen. Diese Wanderwege werden vom Vogelsberger Höhen-Club (VHC) Zweigverein Steinau an der Straße gepflegt.

Nach ein paar Häusern am Ortsrand kommt man zur Altstadt. Hier verlief einst die Alte Handelsstraße Frankfurt-Leipzig (steinau.eu).

An der Brüder-Grimm-Straße steht ein Fachwerkhaus am nächsten. Steinau liegt auch an der Deutschen Fachwerkstraße die vom Weserbergland über Nordhessen zum Vogelsberg und Spessart führt.

Das Huttensches Hospital ist ein Fachwerkhaus mit Rundturm. Im 16. Jahrhunder wurde das ehemalige Bürgerspitals von 1384 abgerissen und das heutige Bauwerk errichtet. Heute befindet aich ein Restaurant in dem Gebäude (steinau.eu)..
 

Nicht weit vom Huttenschen Hospital führt eine Seitengasse zum Amtshof. Am Eingang sieht man als erstes den Nachbau der Via Regia. Diese Straße war die längste Verbindung zwischen West- und Osteuropa. Auf 4500 Kilometern führt sie durch Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Polen, Ukraine, Weißrussland und Litauen (Infotafel).

Hinter der Mauer findet man einen Kräutergarten. Diese Beete sind im Stil der Grimm-Zeit gestaltet (Infotafel).

Der Märchenthron in Steinau ist einer von sieben. Die anderen stehen in Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Gelnhausen und Wächtersbach (steinau.eu).

1562 war dies der Wohn- und Amtssitz des Amtmanns und machte Steinau zum gerichtlichen Mittelpunkt der Obergrafschaft Hanau. Von 1791-1796 arbeitete und lebte hier Amtmann Philipp Wilhelm Grimm mit seiner Familie, darunter auch Jacob und Wilhelm Grimm (steinau.eu).

..auch Hänsel und Gretel kann man beim Amtshaus bewundern.

Am Ausgang treffe ich auf die vier Stadtmusikanten, ein Märchen der Brüder Grimm.

In diesem Haus befindet sich ein privates Museum. Es ist auch das älteste Fachwerkhaus der Stadt und wurde um 1520 erbaut (steinau.eu).

Diese Hauswand ist mit Bildern der Märchen der Brüder Grimm geschmückt.

Das Rathaus ist heute der Sitz der Stadtverwaltung. Früher diente es als Ratssitz, Gerichtsstätte, Kaufhaus, Gefängnis und als Schenke (steinau.eu).

Die Katharinenkirche wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt. Man hat bei Bauarbeiten Fundamentreste einer Kapelle aus dem 9. Jh. gefunden (steinau.eu).

Weiter geht es zum Schloss Steinau. Die Grafen von Hanau bauten eine mittelalterliche Burg in der Zeit von 1528 bis 1555 zu einer modernen Nebenresidenz um (steinau.eu).

Während ich die Burg besichtige treffe ich auf eine Marktfrau mit Korb die gerade eine Burgführung hält.

Die Mauern des Schlosses sind beeindruckend.

Nun folgt eine kleiner Abstecher zum Marktplatz „Am Kumpen“. Der Märchenbrunnen wurde zum 200. Geburtstag von Jacob Grimm im Jahr 1985 errichtet (steinau.eu).

Am Brunnenrand schaut die Prinzessin auf den Frosch aus dem Märchen der „Froschkönig“. Dahinter sieht man einen Wasser speienden Drachen aus dem Märchen „Die zwei Brüder“ (steinau.eu).

Die Burgmannen wohnten im 1589 erneuerten Burgmannenhaus. Ihre Aufgabe war es das Schloss und Herrschaft zu schützen (steinau.eu).

Das Schloss ist eine fünfseitige Anlage mit einem 41 m hohen Bergfried aus dem 13. Jahrhundert,

Nun geht es durch das Tor und über die Brücke in Richtung freie Landschaft.

Von der Brücke aus kann man einen Trockengraben, den Hirschgraben einsehen. Dieser verläuft rund um das gesamte Schloss. 

Langsam wird es richtig warm.

Noch ein letzter Blick rückwärts auf Schloss Steinau.

Bald erreicht man den Ortsrand und es geht leicht bergauf durch die offene Landschaft.

Der Schatten ist willkommen.

Auf der Höhe bietet die Bank einen idealen Platz für eine Pause mit bester Weitsicht.

Ich verlasse den Radweg und folge dem Feldweg weiter den Berg hinauf.

Dann erreicht man die Seidenröther Warte.

Neben der Seidenröther Warte gibt es noch die Bellinger und die Marborner Warte. Die Marborner Warte wurde erstmals 1319 erwähnt doch die anderen Warten dürften gleich alt sein (Infotafel).

Die Aussicht von der Seidenröther Warte ist herrlich.

Von allen Seiten kann man weit ins Land schauen.

Dort unten geht es gleich weiter nach Seidenroth, einem Stadtteil von Steinau an der Straße.

Hier oben weht ein starker Wind der die Bäume kräftig durch rüttelt.

Inmitten des Kinzigtales liegt Steinau an der Straße.

Noch ehe man Seidenroth erreicht kommt man an der Bergkirche vorbei. Sie wurde 1976/1978 errichtet.

Hier trifft man auf die Spessart Fährte „Steinauer Hochgefühl“ . Mehr Informationen über die Strecke findet man auf spessart-tourismus.de.

Ich verlasse Seidenroth und von nun an geht es bergab durch den Wald.

Angenehme Waldwege führen hinunter ins Tal.

An der Stromtrasse öffnet sich der Blick ins Kinzigtal.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Kinzigtalsperre.

Um auf die andere Straßenseite der Kreisstraße zu gelangen geht man nach links und nach etwa hundert Metern geht es über eine Fussgängerbrücke.

Die Infotafel zeigt das Moutainbike-Tourennetz im Naturpark Hessischer Spessart. Auf 22 Touren und über 656 Kilometer ist für jeden was dabei. Auf spessartbiken.de findet man mehr Informationen.

Ein Blick von der Fussgängerbrücke in Richtung Steinau an der Straße.

Der Staudammweg ist bis Ende Oktober gesperrt. Der Grund dafür sind Baumaßnahmen an den Staumauern.

Hier sieht man noch ein wenig Wasser vor dem Staudamm.

Der Rundweg ist trotz Baustellen sehr beliebt.

Das Wasser des Stausees wurde abgelassen und die Kinzig ist zu einem schmalen Fluss zusammen geschrumpft.

Die grüne Fläsche ist normalerweise nicht zu sehen.

Am Cafè – Restaurant ist doch noch richtig viel los..

Umso länger man dem Rundweg folgt umso weniger Wasser sieht man im Stausee.

Der Fisch ’sitzt‘ auf dem Trockenen.

Diese Kugel ist mit einem Fernglas ausgestattet um die Vögel zu beobachten.

Hier auf dieser Bank mache ich eine lange Pause, denn bis der nächste Zug in Richtung Frankfurt fährt dauert es noch eine Weile.

Dann geht es weiter an der Kreisstraße entlang.

Kurz nach der Kinzig-Brücke biegt ein Schotterweg nach links ab …

… und führt am Ortsrand entlang zum Bahnhof.

Es ist schon recht spät als ich am Bahnhof ankomme und dann hat der Zug auch noch Verspätung.

Endlich geht es weiter und fahre ohne weitere Verzögerung nach Hause.