
- Start: Heidelberg, Hauptbahnhof
- Länge: 11,1km
- Markierung: keine durchgehende
- GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
- Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können
Früh am Sonntagmorgen reise ich mit der Bahn nach Heidelberg. Von der oberen Ebene im Bahnhof hat man eine schöne Aussicht über die Gleise in Richtung Stadt. Am Hauptbahnhof beginnt die heutige Wanderung mit einem Besuch in der Altstadt und dem Heidelberger Schloss.


Beim Verlassen des Bahnhofs sieht man direkt gegenüber das „S-Printing Horse“. Es ist eine 13 Meter hohe und 90 Tonnen schwere Skulptur an der Mittermaier Straße. Diese symbolisiert verschiedene Prozesse in einer Druckerei, so zum Beispiel soll der runde Bauch an den rotierenden Druckprozess erinnern (Wikipedia).
Vorsichtig überquert man die sehr befahrene Kreuzung und biegt dann in die Kurfürstenanlage ein.



Diese und weitere Skulpturen findet man in der Anlage vor der Stadtbücherei.
Am Adenauerplatz biege ich ab in die Sofienstraße und mache einen Abstecher bis zum Neckarufer.


Dann geht es zurück bis zum Bismarckplatz und biege ab in die Hauptstraße. Diese Fußgängerzone ist eine beliebte Einkaufsstraße


Die Hauptstraße führt durch die Altstadt in voller Länge. Bäckereien sind offen und die Eisdielen bereiten sich auf die Besucher vor.
Diese Skulptur steht im Alten Anatomiegarten gleich neben der Busenstatue. Der Garten ist vor dem Friedrichsbau gelegen. Heute wird das Gebäude vom Psychologischen Institut der Universität genutzt.


Die protestantische Providenzkirche wurde 1659/61 erbaut und steht auf dem Gelände des einstigen kurfürstlichen Herrengartens (wikipedia).

Das Kurpfälzische Museum befindel sich im Palais Morass . Das Stadtschloss wurde 1712 erbaut und der Name des Bauherrn und Juristen Johann Philipp von Morass war auch der Namensgeber des Gebäudes (Wikipedia).


Die Hauptstraße ist schon sehr belebt. Den Sprachen nach zu urteilen scheint es das Besucher aus aller Welt hier weilen.

Und es geht weiter zum nahegelegenen Kornmarkt. Hier steht die Kornmarkt-Madonna. Sie wurde 1718 mit einem Brunnen in der Mitte des Platzes aufgestellt. Hinter der Skulptur sieht man das Schloss von Heidelberg.


Und hier am Kornmarkt geht es nun hinauf zum Schloss. Man kann wählen zwischen einem Fussweg und einer Treppe. Zudem ist die erste Station der Bergbahn in der Nähe.
Ich wähle die Treppe um zum Schloss zu gelangen. Die 300 Stufen sind ganz schön anstrengend und schwitzend erreiche ich die Terrasse vor dem Eingangstor.



Das Hotel nebenan scheint wegen Renovierungsarbeiten geschlossen zu sein.
Nachdem ich mich vom Aufstieg erholt habe geht es ins Schloss hinein.


Laut schloss-heidelberg.de kommen jedes Jahr rund eine Million Besucher zum Schloss. Es wurde um Jahr 1527 erbaut und um 1400 von Ruprecht III in eine Residenz umgewandelt. 1556 ergänzt Kurfürst Ottheinrich einen Palast und aus der Burg wird ein Schloss.

1688 wird die Stadt Heidelberg und das Schloss durch die Truppen von Ludwig XIV verwüsted und niedergebrannt. 1764 schlägt der Blitz ein und weitere Gebäude brennen vollständig aus. Dichter wie Goethe, Hölderlin, Brentano und Kreuzer schreiben berühmte Werke in dem das Schloss die Hauptrolle spielt (schloss-heidelberg.de).


Der französische Emigrant Charles Graf von Graimberg erkennt den Wert des Schlosses, zieht 1811 ein und rettet die Ruine vor dem Verfall. Die beiden Herren am Dicken Turm: links steht Ludwig V. (1508-1544) der Baumeister und rechts steht Kurfürst Friedrich V. (1614-23) mit dem Spottnamen „der Winterkönig“ da er nur einen Winter lang regiert hat. (schloss-heidelberg.de).
Hier geht es ins Innere des Schlosses und man braucht ein kostenpflichtiges Schlossticket. Auch verschieden Führungen werden angebote. Vor einigen Jahren habe ich eine Schlossführung mitgemacht und sie war unglaublich informativ und auch unterhaltsam.



Der Schlossgarten, auch „Hortus Palatinus“ genannt wird 1619 geplant und angelegt. Drei Terrassen mit exotischen Pflanzen, geometrisch angelegten Zierbeeten, Laubengängen, Grotten und Wasserkunstwerken werden angelegt und dann wegen des Dreißigjährigen Krieges nicht fertig gestellt (schloss-heidelberg.de).
Die Skulptur des Vater Rhein befindet sich im hinteren Bereich des ehemaligen Schlossgartens.


Am Eingang zur Grotte liegt ein Wildschein.


Der Ausblick von der Scheffelterrasse über das Neckartal lohnt sich.
Das Panorama mit Schloss und Heidelberg ist beeindruckend.



Von der Scheffelterrasse geht es über den Burgweg hinunter zur Innenstadt.
Schnell ist man zurück in der Heidelberger Altstadt.


In den Arkaden am Neckarmünzplatz ist die Bootssammlung des Völkerkundemuseum vPST zu sehen.

Neben den Arkaden sieht man eine Tourist-Information. Sie ist offen und ich mache eine kurze Runde im Laden.


Es folgt eine kurze Strecke am Neckarufer entlang.
Auf der anderen Seite des Neckars sieht man den Heiligenberg und den Philosphenweg der tolle Weitsichten auf Heidelberg und sein Schloss bietet.


Nun kommt die Alte Brücke in Sicht und diese wird mich auf die andere Neckarseite bringen.


Die Geschichte des Brückenaffen von Heidelberg reicht zurück bis ins 15. Jahrhundert. Bereits zu dieser Zeit saß eine Affenfigur in einem der Türme der damaligen Brücke. Wie man sieht ist die Skulptur für Selfies beliebt.
Die Alte Brücke, auch Karl-Theodor-Brücke, ist ein Touristenmagnet.


Der Blick von der Brücke geht tief ins Neckartal hinein.
Eine der Brückenfiguren ist die Göttin Minerva. Sie ist die Göttin der Weisheit und das Symbol der Heidelberger Universität (heidelbergexpress.de).



Nun geht es an Ufer des Neckars entlang zurück zum Bahnhof.
Der Camino Incluso ist ein 84 km langer Pilgerweg von Bensheim-Auerbach von der Bergstraße bis nach Heidelberg. Barrierefreiheit war ein besonderes Anliegen des Wanderweges. Auf Der Camino Incluso ist ein 84 km langer Pilgerweg von Bensheim-Auerbach von der Bergstraße bis nach Heidelberg. Barrierefreiheit war ein besonderes Anliegen des Wanderweges. Auf caminoincluso.de findet man mehr Informationen über die Etappen und das Projekt.


…ein Blick zurück auf die Alte Brücke und das Schloss.
Am gegenüberliegenden Ufer machen Passagierschiffe ihre Runde.



Nach einer Weile öffnet sich der schmale Leinpfad und eine breite Wiese leitet den Besucher unter der Theodor-Heuss-Brücke hindurch.
Die Gänse beobachten das Treiben auf dem Fluss.


Dieser Gedenkstetin erinner an die Brücke der Römer über den Neckar. Archäologische Untersuchungen bestätigen dass die Römer auf einer Steinpfeilerbrücke mit Holzüberbau nutzten. Alte Pfeilerfundamente im Flussbett des Neckars behinderten bei Niedrigwasser die Schifffahrt (geog.uni-heidelberg.de).

Hier flanieren sehr viele Besucher im Schatten unter den Bäumen.


Über eine große Treppe geht es hinauf auf die Ernst-Walz-Brücke.
Die Brücke mündet in die Berliner Straße und diese führt geradeaus zum Hauptbahnhof.



Nun ist man zurück an der Skulptur S-Printing Horse.
Im Eingang zum steht Dienstmann Muck. Im Jahre 2001 schenkte der Bildhauers Armin Guther die Skulptur des Heidelberger Originals an die Deutsche Bahn.


Es dauert nur fünf Minuten bis die Bahn nach Frankfurt einfährt. Nach einem erlebnisreichen Sonntag geht es nun zurück nach Hause.
