Rund um Hailer-Meerholz im Spessart, 3 Mai 2026

  • Start: Hailer-Meerholz, Bahnhof
  • Länge: 12,5km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracaturpark-rhein-taunus.deks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Diese Wanderung ist schon seit über einem Jahr geplant. Heute endlich passt alles und mit der Bahn gelange ich am Morgen nach Hailer-Meerholz, ein Stadtteil von Gelnhausen.

Vom Bahnhof aus folge ich der Eisenbahnstraße bis zur Gelnhäuser Straße. Eine schöne Linden-Baum-Allee begleitet mich bis zum Schloss Meerholz.

Die Glocken der Schlosskirche rufen zum Gottesdienst. Ein gepflegter Park mit einigen Skulpturen umgibt die Kirche und die Pflegeeinrichtungen. Das ganze Schloss wird seit 1946 für stationäre Altenpflege genutzt (schloss-meerholz.de).

 Vor 1173 wurde hier das Prämonstratenster-Chorfrauenstift gegrüdet. Die ehemalige Klosterkirche wird seit 1.Hälfte 18.Jh. eine. evangelische Pfarrkirche (alleburgen.de und denkxweb.denkmalpflege-hessen.de)

Außen und innen sind in die Wände der Kirche 20 ziemlich verwitterte Grabplatten in Sandstein aus der Zeit zwischen 1600 und 1802 eingelassen (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Neben der Kirche führt ein Weg hinunter zum großen und kleinen Teich des Parks.

Links vom Weg sieht man ein Gebäude der Pflegeeinrichtung. Der Eindruck erinnert stark an die ehemalige Nutzung als Schloss.

Auf einem Spazierweg gelange ich hinunter zu den Teichen mit Enten, Gänsen und anderenTieren.

Friedlich ruht der See. Der Rundweg um den See herum ist gesperrt da zur Zeit große Baumaßnahmen am ‚Haus im Park‘ statt finden.

Da es nicht mäglich ist weiter durch den Park zu laufen, geht es auf dem gleichen Weg zurück zur Eingangspforte.

Graf Albrecht von Ysenburg-Büdingen lässt 1555-64 an der Stelle des Prämonstratenser-Nonnenkloster ein Renaissance-Schloss errichten (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Im Schloss befinden sich die Verwaltung, ein Speisesaal und natürlich die Wohnungen der zu Betreuenden.

Das Schloss von Meerholz zeigt noch viel von dem ehemaligen Glanz trotz der sehr unterschiedlichen Nutzung.

Nach dem Besuch im Schloss geht es weiter am ‚Steinernen Haus‘, der ehemaligen Försterei (1736), vorbei.

Unweit vom Schloss seht das ehemaliges Palais der Fürsten zu Ysenburg-Büdingen-Meerholz. Von der Hanauer Landstraße kann man das Gebäude kaum sehen sondern nur eine Gartenlaube. Laut denkxweb.denkmalpflege-hessen.de wurde das Pallais in den Jahren 1694-97 errichtet und als Wohnahsu und Lazaret benutzt. Heute ist das Palais in Privatbesitz.

Als nächstes statte ich dem Friedhof einen Besuch ab. An der Mauer stehen Grabplatten aus den Jahren 1730 bis 1773.

Auf kulturweg.eu kann man mehr über das Logo erfahren. Das bronzezeitliche Schiff (eine Felsritzung aus Schweden) ist umgeben vom Sternenkranz der Europaflagge. In Meerholz führt der Europäischer Kulturweg „Rund um den EU-Mittelpunkt“.

Kurz vor der Tankstelle an der Ecke Hanauer Landstraße und Wingertstraße steht der „Pfortenstein“.

Bei Bauarbeiten wurde der Sandstein mit einem Relief gefunden. Man schätzt das der Stein auf 3000 bis 1800 vor Chr. datiert werden kann (Infotafel).

Nachdem man die Sportplätze und Kulturhalle passiert hat geht es aus dem Ort hinaus.

Ich folge dem EU-Mittelpunkt-Weg seit dem Schloss und am Palais vorbei und nun geht es weiter zum ehemaligen EU-Mittelpunkt.

Die Rose am Weg duftet herrlich.

Hier an den „Ochsenwasen“ wurden Kleinwerkzeuge (Mikrolithen) aus der Mittelsteinzeit gefunden. Auf der Infotafel wird der Alltag der Menschen ind dieser Zeit dargestellt.

Ein paar Schritte weiter und man erreicht den ehemaligen Mittelpunkt Europas. Von 2007 bis 2013 war hier der geographische Mittelpunkt. Jedes mal wenn ein Land der Europäischen Union beitritt, oder austritt wie im Fall von Großbrittanien, verlagert sich der Mittel punkt. Heute liegt der geographische Mittelpunkt der EU im Landkreis Würzburg, im Ortsteil Gadheim der fränkischen Gemeinde Veitshöchheim (Wikipedia).

Die Skulptur ist innen hohl und Sand und Erde aus 27 Mitgliedstaaten wurden hier eingefüllt. Der Messingdeckel mit einer eingravierten Friedenstaube verschließt die Skulptur.

Diese drei Tonnen schwere Skulptur aus rotem Sandstein markiert den ehemaligen geographischen Mittelpunkt der Europäischen Union. 

Es geht weiter den Berg hinauf und dann in den Wald hinein. Mittlerweile ist es richtig warm geworden und ich bin dankbar für den Schatten im Wald.

Quo vadis? Wo gehts hin? Hier gibt es unglaublich viele Wanderwege, wie zum Beispiel die Spessartspuren und die Spessartfährten. Auf spessart-tourismus.de findet man mehr Informationen.über die Wanderwege.

Weiter geht es bergauf und bald biege ich ab und mache ich einen kleinen Abstecher.und folge der „Spessartsur“. Im Wald führt ein schmaler Pfad hinunter ins Tal und durch das Naturschutzgebiet „Tongrube von Meerholz“.

Sobald man aus dem Wald heraus tritt wird man von einem gelben Meer empfangen: die Rapsblüte ist in vollem Gang.

Ich am Walrand und genieße die Weitsicht zurück nach Meerholz.

Wenn man nach links schaut sieht man Niedermittlau.

Hier trifft der Panoramaweg auf die Spessartfährte und beide verlaufen am Waldrand entlang.

Hier treffe ich immer wieder auf Spaziergänger. Das schöne Wetter lockt doch so einige Menschen hinaus in die Natur.

Die Aussichten bleiben hervorragend. Hier schaut man in Richtung Langenselbold und dahinter Hanau.

Der Panoramaweg bleibt am Waldrand.

Oooch wie süss!! Neben diesem kleinen Fuchs setzen nun auch Rehe ihre Kitze ins hohe Gras.

Bernbach liegt friedlich im Tal.

Nun verlasse ich den Panoramaweg und es geht eine Weile durch den Wald hindurch.

Rechts am Weg steht die Schutzhütte der Nartur- und Vogelschutzgruppe.

Und wieder taucht man in den satt-grünen Wald ein.

Diese Tafel zeigt die Strecke und die Informationen der „Hailer-Meerholzer Rauen-Berg-Spure“.

Mitten im Wald liegt der Hailer Waldfriedhof.

Auch ein Friedwald befindet sich hier.

Am Wegesrand sieht man eine Begegnungsstääte des Friedwaldes. Die Strecke führt weiter duch den Wald.

Diese Bank am Obsthain ist ein idealer Platz für eine Pause. Obwohl die Sonne direkt auf die Bank scheint und es ziemlich warm wird, mache ich hier eine ausgedehnte Pause.

Nach der Pause geht es weiter. Die Weitsicht hier oben reicht bis Gelnhausen und die Berge des Odenwaldes.

Dann folge ich dem Weg zurück ins Tal nach Meerholz.

Es dauert nicht lange und man erreicht den Ortsrand.

Um zurück zum Bahnhof zu gelangen geht es durch den Ort hindurch.

Mitten auf der Insel im JKreisel steht diese Skulptur. eines Widders.

„Am Hellportentor“ ist das Tor zum alten Dorf.

Der historische Ortskern befindet sich rund um die Heylstraße

 Die große dreiseitige Hofanlage mit dem ältesten Fachwerkhaus Hailers von 1543 prägt ddas Ortsbild (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Das „Backhaus“ mit Ziehrunnen wurde 1774 erbaut und 1907 erneuert. Einmal im Jahr wird hier das Backhasufest abgehalten und es werde Brote wie früher gebacken.

Die alte Schmiede bestand schon vor dem 30jährigen Krieg.1664 brannte sie ab und wurde dann wieder aufgebaut.

Nach verschiedenen Besitzern wird die Schmiede als privates Museum weiter geführt (Infotafel).

Bald erreicht man das Ende der Heylstraße und es geht zurück zum Bahnhof.

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs wurde vermutlich 1868 erbaut.

Durch eine Unterführung erreicht man die Gleise. Ich habe so lange im alten Ortskern getrödelt das der Zug schon abgefahren ist. Also mache ich eine Pause, lasse die Wanderung Revue passieren und mit dem nächsten Zug geht es wieder nach Hause.