Durch die Altstadt von Alsfeld und um die Antrifttalsperre herum, 19 Juli 2026

  • Start: Alsfeld, Bahnhof
  • Länge: 15,8km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Ich bin schon sehr früh unterwegs denn die Anreise per Bahn von Selters (Ts) nach Alsfeld dauert etwas mehr als drei Stunden. Gegen 10 Uhr erreiche ich den Bahnhof. Die berühmte Altstadt und das Alsfelder Rathaus werde ich am Ende der Wanderung besuchen.

1869/70 wurde das erste Stationsgebäude erbaut. Um dem steigenden Verkehr gerecht zu werden wurde 1914/15 das heutige Empfangsgebäude errichtet (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Die Marburger Straße führt geradeaus aus Alsfeld hinaus.

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hesen (LLH) ist eine Fachschule für Landwirte .

Die Marburger Straße verläuft weiterhin geradeaus durch die offene Landschaft. Eventuell endet die Straße und mündet in einen Radweg.

Der Weitblick reicht tief ins Land hinein.

Rechts vom Weg kann man Reibertenrod erkennen.

Vor mir erscheinen die ersten Häuser von Leusel. Der Ort ist ein Stadtteil von Alsfeld. Die Ersterwähnung von Leusel war im Jahr 1107 in einer Schenkungsurkunde des Edelfreien Kunimund an das Kloster Hersfeld (Wikipedia).

So sah es vor über 900 Jahren hier aus.

Viele der Häuser und Hofreiten wurden im 16. bis 19. Jahrhundert erbaut.

Dieses Fachwerkhaus scheint bewohnt zu sein obwohl es baumäßig eher bedenklich aussieht.

Die Kirche von Leusel wurde 1696/97 errichtet (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Die Wanderwegmarkierung zwischen Alsfeld und Leusel zeigt das Alsfelder Rathaus.

Hier verlässt man Leusel und wieder geht es in die offene Landschaft hinein.

Die Felder sind abgeerntet und leuchten in sommerlichen Ockerfarben.

Irgendwo da hinten liegt die Anrifttalsperre.

Links liegt Angenrod im Tal. Ich überquere die Landstraße und folge dem Radweg oberhalb des Ortes.

Am Ortsrand von Angenrod bieg die Strecke nach rechts ab und bald erreicht man einen Wegweiser der zeigt wo es lang geht zum Stausee.

Der Radweg R2 und die Antriftseetour begleiten mich ab und an seit Alsfeld.

Nur ein paar hundert Meter sind es vom Wegweiser bis zum Wald und schon hat man das Naturschutzgebiet Antrifttalperre erreicht. Hier finden seltene Amphibien und Vögel eine Heimat.

Links vom Weg sieht man das Vorbecken in welches die Anttrift mündet und der Unrat zurückgehalten wird. Rechts vom Weg öffnet sich der Blick auf den Stausee. Laut Infotafel hat er ein Größe von 13,6 Hektar.

Ein etwas über drei Kilometer langer Radweg führt um den See herum.

Der See ist auch ein beliebter Naherholungsort.

Am Ufer stehen einige kleine Ferienhäuser.

Auch ein Hotel steht für Erholungsuchende bereit.

Am Strand liegen Tretboote bereit. Doch ein kalter Wind weht heute und es scheint das die Besucher lieber im warmen Cafè des Hotels sitzen.

Die Infotafel erzählt: Die Bauzeit der TalSprre war von 1976 bis 1981; Stauinhalt 32 Millionen Kubikmeter; Wasserfläche 32 Hektar; Dammhöhe 20 Meter; Wasserverband Schwalm

Der Damm führt zum gegenüberliegenden Ufer.

Der „Kelchüberfall“ dient der Hochwasserentlastung. Ein Kanal unter dem Damm lässt überlaufendes Wasser in die Antrift abfließen (Wikipedia).

Ein Radweg schließt sich an den Dammweg an und es geht weiter um den Stausee herum.

Das Tretboot dreht einsam seine Runden auf dem See..

Kurz ehe man den See vollständig umrundet hat, folgt man einem schmalen Pfad nach links in den Wald hinein.

Danach folgt man einem naturbelassenen Feldweg und trifft dann auf einen Radweg.

Nun führt die Strecke wieder durch Wiesen und an Ackerland vorbei.

Der „Diebsweg“ ist markiert mit „DW“. Ob dieser Weg von Dieben genutzt wurde?

Einige Kilometer lang genießt man eine wunderschöne Aussicht über eine Landschaft wie gemalt.

Der Weg führt auch auf dem Rückweg durch Leusel. Im Ort biegt man nach links ab.

Die drei auf der Bank begrüßen jeden der hier vorbei kommt.

Ab und zu kommen hier auch Autos vorbei. Ansonsten bin ich hier alleine unterwegs.

Bald biegt man wieder ab um auf einem Feldweg in Richtung Alsfeld zu laufen.

Da vorne rauscht gerade die Bahn vorbei.

Nachdem man die Gleise überquert hat geht es weiter durch Felder bis man einen klein Wald erreicht. Es folgt ein kleiner Abstecher zum Alsfelder Friedhof.

Einige Besucher auf dem Friedhof richten die Gräber.

Die Friedhofskapelle wurde 1365 erbaut und 1752 und später umgebaut. Hier befinden sich 52 Grabmäler, die von 1565 bis 1842 stammen (Wikipedia)

Der Weg auf der Wanderkarte ist verperrt also verlasse ich den Friedhof durch einen Seiteneingang.

Die B62, die Georg-Dietrich-Bücking Straße, führt direkt zur Altstadt. Unterwegs passiert man das alte Postamt.

Die Stadt Alsfeld ist eine kleine mittelalterlichen Stadt mit über 400 Baudenkmälern.

Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg geschont und nur ein Bomenangriff zerstörte Wohnhäuser. In 1963 beschlossen die Stadtverordneten das Stadtbild mit der Altstadt besonders zu schützen (Wikipedia).

Man könnte Tage hier verbringen um die Historie dieser Fachwerkhäuser zu erfahren.

zum Pranger

Alsfelder Rathaus

Blick vom Rathaus auf den Marktplatz

Martin Luther in Alsfeld

Walpurgiskirche

Beinhaus

Das ehemalige Augustinerkloster wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gegründet und 1527 aufgegeb (alsfeld.de). Im Klostergarten wird gerade ein Hochzeitspaar fotogafiert.