Lollar – Burg Staufenberg – Mainzlar – Daubringen – Lollar, 24 August 2025

  • Start: Lollar, Bahnhof
  • Länge: 13,0km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Die Handwerker sind da und bleiben noch eine Weile. Die Vorbereitungen waren so anstrengend das ich die Wanderung am letzten Sonntag ausfallen ließ. Aber heute geht es weiter. Die Reise geht über Eschhofen und Gießen nach Lollar.

In Lollar herrscht schon reger Verkehr. Vielleicht liegt es an der offenen Bäckerei gleich an der Ecke. Die Endsilbe …lar im Ortsnamen, wie bei Lollar, Mainzlar oder Wetzlar, deuten auf eine keltische oder sogar vor-keltische Geschichte hin (Wikipedia).

Die Bronzefigur am Brunnen ist der Lausebengel „Schmaadlecker“, Er steht für den Wohlstand der Stadt im Mittelalter die als Marktflecken und mit dem erhobenen Brückenzoll florierte (Infotafel)

Der von Buderus erbaute Gichtturm ist der Rest eines Hochofens und er wird im Volksmund „Wasserturm“ genannt (lollar.de). Er ist ein Teil der Lollarer Industriekultur und später wird man am Wegesrand die „Eisengießer“ Skulptur sehen.

Über den Baumwipfeln ragt die  1880 erbaute „Villa Buderus“ heraus. Sie ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden (Infotafel).

Im Lumdatal wird heute ein „Autofreier Sonntag“ gefeiert. Ob die Radfahrer die hier lang fahren dort mitmachen?

An der Marburger Straße und vor der Eisenbahnüberführung kann man schon die erste Pause einlegen.

Die Infotafeln zeigen die Sehenswürdigkeiten von Lollar und die Radwege in Richtung Gießen und Marburg.

An der Marburger Straße passiert man die größte und älteste Arbeitersiedlung Hessens aus dem 19. Jahrhundert (Infotafel).

Hier steht das Eisengießerdenkmal. Die Skulptur wurde von der Firma Buderus gegossen (lollar.de).

Der Staufenberger Weg führt gemächlich bergauf bis nach Staufenberg.

Der „Thüringen – Hessen – Rhein Wanderweg“ ist mit „R“ Markiert und führt von vom Großen Inselsberg in Thüringen nach Engers am Rhein (bei Neuwied). Hier befindet man sich auf der 6. und 7. Etappe. Mehr Informationen findet man auf rennsteigverein.de

Langsam nähere ich mich Staufenberg.

Links vom Weg sieht man Staufenberg mit der Ruine der Oberburg und die Unterburg.

Unter der Brücke rauscht der Verkehr auf der B3 hindurch.

Ich folge den Hinweisschildern um zur Burg zu gelangen.

Das Heimatmuseum Staufenberg findet man in der „Roten Schule“. Hier werden Werkzeuge, Trachten, Wohnkultur, sowie Haushaltsgegenstände und historische Kinderspielzeuge, und vieles mehr ausgestellt (museen.de). Die ehemaligen Volksschule wird wegen ihrer Bauweise aus roten Backsteinen „Rote Schule“ genannt (giessener-lahntaeler.de).

Der Torturm war einst Teil der um 1400 errichteten Stadtmauer. Neben der Turmuhr hat er vier unter Denkmalschutz stehende Glocken aus dem 15. und 16. Jahrhundert (giessener-lahntaeler.de).

Vor der Haustür sieht man historisches Handwerkszeug.

Und schon erreicht man die Unterburg von Staufenberg.

Sie ist die jüngere von den beiden Burgbauten und wurde m Jahre 1517 als Wohnhaus gebaut. Es folgte ein reger Besitzerwechsel und verfiel zur Ruine. Im 19. Jahrhunderten kauften die Prinzen von Hessen  die Burg und ließen sie wieder aufbauen (giessener-lahntaeler.de).

Heute ist die Unterburg in Privatbesitz und beheimatet ein Hotel mit Restaurant.

Gleich neben der Rezeption der Unterburg führt ein schmaler Pfad zur Oberburg.

Es sind nur noch die Mauerreste vom Palas, dem Hauptgebäude der Burg, aus dem 13. Jahrhundert zusehen.  Im »Hessenkrieg« von 1646 – 1648 wurde sie fast vollständig zerstört (giessener-lahntaeler.de).

Nebenan steht die Eckturmruine mit begehbarer Wendeltreppe.  Mittlerweile hat sich eine kleine Gruppe eingefunden die alle die Aussicht vom Turm genießen möchten.

Blick von der Plattform auf dem Aussichtsturn über Staufenberg ins Land hinein.

Nach Norden zeigt der Pfeil in Richtung Rothaargebirge und Kellerwald, im Süden liegt der Taunus, im Osten liegt der Vogelsberg und im Westen der Westerwald.

Die Weitsicht ist in allen Richtungen einfach beeindruckend. Aber langsam wird es eng auf der Plattform und ich steige vom Turm hinunter und setze meine Wanderung fort.

Im Museum Burghaus Staufenberg an der Obergasse kann man antike Feuerwaffen, auf der Burg ausgegrabene Gerätschaften und Keramik-Funde bewundern (giessener-land.de).

Der Weg führt vorbei an einem Friedhof mit einem „Memoriam Garten“. Anstelle von gepflegtem Rasen sind hier viele bunte Blumenbete zu sehen.

Vom Radweg oberhalb des Tales kann man frische Luft und schöne Aussichten genießen.

Oberhalb von Mainzlar verlasse ich den Radweg und gehe zum Ort hinunter.

Erst ein Schotterweg und dann ein schmaler Pfad führen am Ortsrand entlang.

Die Ansage auf dem Schild spricht für sich.

Die strecke geht nur kurz durch den Ort Mainzlar und führt dann hinunter zur Lumda.

Und hier ist die Straße für den Verkehr gesperrt denn es gilt ja freie Fahrt für Fahrräder an diesem „Autofreien Sonntag“.

Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite geht es über einen Feldweg zu Lumda.

Nachdem man den Fluss überquert hat trifft man wieder auf einen Radweg der zum Industriegebiet führt.

Hier überquert man die Gleise…

… und gleich hinter dem Haus biegt man nach rechts ab.

Nun geht es ein ein paar Kilometer abwechselnd durch lichten Wald und offene Weidelandschaft.

Die Schafe lassen sich nicht stören. Sie heben nicht einmal den Kopf um zu sehen wer da vorbei läuft.

Man kann sich nicht satt sehen an diesem Bild der grünen Täler.

Nur ein paar Spaziergänger sind hier unterwegs.

Der Ort Daubringen liegt nun vor mir. Die erste schriftliche Erwähnung des Orts erfolgte 1160 im Codex Eberhardi des Reichsklosters Fulda in einer Schenkungsurkunde (Wikipedia).

Rechts vom Weg sieht man den Berg Staufenberg mit seinen beiden Burgen.

Der Weg führt nun durch Daubringen hindurch zum Ortsrand und der Lumda.

Weiter geht es mal recht mal links an der Lumda entlang.

Die 30 Kilometer lange Lumda entspringt bei Atzenhain und mündet bei Lollar in die Lahn. 

Hinter Daubringen führt ein Radweg durch offene Weidenlandschaft.

Die Wiese ist voller Wildblumen und diese werden von fleißigen Bienen und Schmetterlingen besucht.

Der Radweg geht durch das Lumdatal und unter der Brücke der B3 hindurch.

Hinter der Brücke wähle ich den Radweg der an der Lumda entlang durch ein lichtes Wäldchen führt.

Dann öffnet sich der Wald und man kommt zu einer Pferdekoppel. Die Pferde kann man kaum sehen denn sie halten sich im Schatten unter den Bäumen auf.

Nun ist es nicht mehr weit bis Lollar.

Das Rathaus von Lollar sagt mir das sich das Ende meiner Wanderung nähert.

Die Strecke führt durch Lollar zurück zum Bahnhof.

Das Schulgebäude wurde 1892 erbaut und steht wegen seiner seiner Gestaltung und seiner geschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Ab dem Brunnen des „Schmaadleckers“ folge ich dem Hinweg zurück zum Bahnhof.

Oben auf den Gleisen fährt gerade der Zug nach Gießen vorbei. Nun wird es eine Stunde dauern bis der nächste Zug kommt.

Der Bahnhof Lollar wurde 1878 erbaut als eine Nebenstrecke, die so genannte Kanonenbahn, die Lollar mit Wetzlar verband, fertiggestellt worden war (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de). Ich habe nun Zeit, schaue mir den Bahnhof an und esse mein Mittagsbrot. Dann kommt auch schon der Zug und es geht zurück nach Hause.