Mainzer Sand NSG zwischen Mombach und Gonsenheim, 20 September 2026

  • Start: Mainz, Hinfahrt zur Haltestelle Turmstraße; Rückfahrt von Haltestelle Waggonfabrik
  • Länge: 12,1km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Vom Hauptbahnhof in Mainz kann man mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Turmstraße oder mit der Bahn bis zur Haltestelle Waggonfabrik fahren und dann die Wanderung beginnen. Beide Haltestellen sind nur etwa 100 Meter voneinander entfernt.

Nun folgt man eine gute Weile der Erzbergerstraße am Ortsrand von Mombach entlang.

Zuerst geht es an einem Gewerbegebiet entlang und danach folgen Sportplätze und das Mombacher Schwimmbad,

An der Kreuzung scheint der Radweg zu enden. Doch auf der anderen Seite gibt es einen schmalen Pfad der zurück zum Radweg führt.

Von der Kreuzung an geht es weiter durch eine schöne Baumallee.

Bald erreicht man das Naturschutzgebiet „Mainzer Sand“.

Das Mainzer Becken war vor 23 Millionen Jahren eine riesige Meeresbucht und ist heute eines der bedeutendsten Naturschutzgebieten in Europa (mainzer-sand.de).

Die baumfreie und  tundraartige Binnendünen-Landschaft ist die Heimat für Steppen- und Sandpflanzen und für Arten aus dem Mittelmeerraum (mainzer-sand.de).

Hier sind viele Menschen mit ihren Hunden unterwegs.

Der Mainzer Sand gehört zu den Europäischen „Natura 2000“ Netzwerken. Das Ziel ist diese seltenen Naturschutzgebiete und deren Pflanze und Tiere zu schützen.

Am Rande der sandigen Fläche läuft man entlang beschatteter Wege.

Das Naturschutzgebiet ist rund 130 Hektar groß. Die A643 durchschneidet seit den sechziger Jahren das Gebiet. Aktuell ist ein Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren geplant. Die EU-Kommission hat im Juli 2025 diesem Vorhaben eine Absage erteilt. Es gibt alternive Vorschläge die der Natur weniger schaden würden (mainzer-sand.de).

 Neben den Sanddünen verlaufen die Wege durch lichte Kieferbestände.

In der Ferne sieht man die Orte und Berge rund um Schlangenbad auf der hessischen Seite des Rheins.

Vor mir kommt die A643 in Sicht.

Man unterquert die Autobahnbrücke und erreicht den zweiten Teil des Naturschutzgebietes.

Im Naturschutzgebiet gibt es einige sehr seltene Insekten und Schmetterlinge.

Der Wanderweg führt auch am Mainzer Waldfriedhof vorbei.

Am Waldfriedhof trifft man auf den „Kleinen Mainzer Höhenweg“. Laut Infotafel verbindet der Wanderweg die Stadtteile Mombach und Laubenheim und ist etwa 31 Kilometer lang. Mehr informationen findet man laut Infotafel auf regionalpark-rheinhessen.de (der Link fürt zu mainz-bingen.de).

Nach dem Waldfriedhof geht es wieder zurück in den Mainzer Sand und in Richtung Lennebergwald.

Auf mainzer-sand.de kann man lesen das hier die seltenen Pflanzen wie die Sand-Silberscharte, das Adonisröschen, die Küchenschelle, das blaugrüne Schillergras, das Nadelröschen, die Sand-Lotwurz, die Sandradmelde und die Schwarzwurzel und viele mehr zu finden sind..

Das Tor und der Zaun sollen die mit der Afrikanischen Schweinepest infizierte Wildschweine zurück halten.

Mitten im sandigen gebiet kann man von einer Anhöhe weit ins Land blicken.

Der Mainzer Sand erstreckt sich auch in den Lennebergerwald.

Nun geht es durch den Lennebergwald der mit Kiefern- und Eichenwäldern besiedelt ist. 

Hier trifft man wieder auf den „Kleinen Mainzer Höhenweg“.

Im Wald sieht man die zwei Wendelinuskapellen von Budenheim. Die grössere und neuere Kapelle wurde 1862 schräg gegenüber der älteren Kapelle errichtet und 1866 fertiggestellt (Wikipedia).

Hier ein Blick in das Innere der neueren Kapelle.

Die kleinere Kapelle ist die ältere der beiden Wendelinuskapellen und wurde 1776 errichtet.  St. Wendelinus ist der Schutzpatron der Hirten und Bauern und soll das Vieh vor der Maul- und Klauensäuche schützen (Wikipedia).

Hier ein Blick in das Innere der älteren Kapelle.

Die Strecke folgt nun dem Budenheimer Weg. Hier verläuft auch der Jacobsweg durch den Lennebergwald und an der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle findet man ein Infotafel über diesen Weg…

Eine kleine Brücke führt über die A643 und man verlässt den Mainzer Sand.

Vor dem Ortsrand von Gonsenheim trifft man aud die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle. Bereits im Jahr 1729 gab es hier eine Vorgängerkirche. Die heutige Kapelle wurde 1894/95 errichtet. (Wikipedia).  

Dieser Teil des Jacobsweges führt von Trier über Ingelheim nach Mainz.

Der Lennebergwald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Am Wegesrand südlich der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle befinden sich Überreste eines Weges der Sieben Fußfälle. Er ist eine Frühform des Kreuzwegs aus dem 17. Jahrhundert (Wikipedia).

Bald erreicht man den Mainz-Gonsenheimer Wildpark.

Den Kindern macht es Spaß die Tiere mit dem bereitgestellten Futter zu verwöhnen.

Neben Damhirsch und Mufflon giebt es auch „Pfauenziegen“ (oben) und „Türinger Waldziegen“ zu sehen.

Es folgt eine lange Strecke durch Gonsenheim bis ich das Gonsbachtal erreiche.

An einer Hauswand ist ein Mosaik der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle angebracht.

An der geschlossenen Gaststätte biege ich in die Mainzer Straße ab und…

…gleich geht es nach rechts ins Gonsbachtal.

 Der Gonsbach kommt von Finthen und fließt weiter durch die Stadtteile Gonsenheim und Mombach (mainz.de)

Rechts und links vom Bach liegen Kleingartenanlagen und Gemüsefelder.

In der Nähe der Nonnenwiese biegt man nach links ab und dort gibt es eine Ausgrabungsstätte.

Hier hat man ein Grab der Kelten aus dem 7. Jahrundert v.Chr. (Hallstattzeit) entdeckt. Nach einer Siedlungspause ließen sich die Römer hier nieder. Man konnte Reste von Gebäuden aus dem 1. Jahrundert n. Chr. ausgraben.

Man nimmt an das sich einst entweder ein staaliches Gehöft oder militärisches Lager hier befand. Die vielen Soldatengräber und der „Kniende und gefesselte Barbare“ weisen auf militärische Nutzung hin. Die Darstellung eines gefesselten Barbaren sollte den Sieg über den Feind symbilisieren (Infotafel)..

Weiter geht es am Gonsbach und Kleingärten entlang.

Hier überquert eine kleine Brücke den Gonsbach und es geht nach rechts weiter.

Der Radweg passiert einen Biergarten und grüne Wiesen und kleine Wälder wechseln sich ab.

… der ist aber groß !!!

Nach dem man die Gleise überquert hat ist links vom Weg ist ein großes Areal dem Baseball gewidmet.

In der Nähe des Baseballparks geht ein schmaler Weg nach links ab und man hat die Bahnstation „Waggonfabrik“ erreicht.

An der rechten Seite führt eine Fussgängerbrücke über die Gleise und man kann von hier aus die Straßenbahnstation „Turmstraße“ erreichen.

Von Links fährt gerade die Bahn der DB ein und es geht ohne Verzögerung zurück zum Mainzer Hauptbahnhof.