Von Schierstein nach Frauenstein – eine Kirschbluetenwanderung, 9 April 2026

  • Start: Wiesbaden Schierstein, Bahnhof
  • Länge: 12,8km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracaturpark-rhein-taunus.deks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Die Kirschblüte dauert nur eine kurze Zeit und soll am Wochende den Höhepunkt erreichen. Nur, laut Wettervorhersage soll es dann regnen. Bei schönstem Wetter beginnt diese Wanderung ein paar Tage früher an diesem Donnerstag in Wiesbaden-Schierstein.

Vom Bahnhof aus folgt man dem Zuweg des Rheinsteigs in Richtung Weinberge.

Hier trifft man auf viele Wanderwege, wie der Zuweg zum Rheinsteig und die relativ neue Beschilderung des Naturparks Rhein Taunus. Wie man auf naturpark-rhein-taunus.de lesen kann wird seit 2024 die Beschilderung (blau -orange Balken) des neuen Freitwegenetz installiert. „Mit einer Reduzierung und Vereinheitlichung der Wege auf rund 2.400 Kilometer wird eine hohe Qualität gewährleistet“.

Der Weg führt unter der A66 hindurch und dann geht es scharf nach rechts.

Bereits am Anfang der Strecke sieht man Obsthaine mit vielen blühenden Bäumen.

Die Schilder des neu gestalteten Freizeitwegenetzes sind selbsterklärend.  Alle Wegkreuzungen sind nummeriert und mit Wegweisern ausgestattet. Jeder dieser Wegweiser zeigt an, zu welchen Orten man auf dem Weg gelangen kann, wie viele Kilometer diese entfernt sind und welche Knotenpunktnummer die nächste ist.

Es geht sachte bergauf und die Weitsichten werden immer schöner.

Die Reben sind noch nicht aufgewacht aber die Winzer sind schon fleißig bei der Pflege der Weinberge.

Die Weinberge und die Obsthaine wechseln sich ab.

Ganz weit hinten im Tal sieht man schon Frauenstein.

Die Apfelweinstube „Himmelreich“ ist noch geschlossen. Ein Nachbar erzählt mir das die Terrasse mit der tollen Aussicht besonders beliebt ist.

Ich lasse das „Himmelreich“ hinter mir und folge dem Weg der mit Kirschbäumen geschmückt ist.

Sogar die Rapsblüte beginnt.

Diese Tafel erzählt viel über den „treuen Sturkopf“, den Esel. Sie sind ruhig und besonnen und werden bis zu 40 Jahre alt.

Das Schloss Freudenberg heisst seine Besucher willkommen. Dazu gibt es Tafeln mit den Verhaltensregeln während man sich auf dem Schloss und im Park aufhält.

Ein reicher Schotte, James Pitcairn-Knowles, ließ das Schloss 1902/1905 erbauen um hier mit einerTochter von Napoleon III zu wohnen. Seit 1993 wird es von dem gemeinnützigen Verein „Gesellschaft Natur und Kunst“ genutzt um Schloss Freudenberg zu einer Spielstätte der Kunst-Entfaltung zu machen (denkmalschutz.de)

Ein Kunstpfad mit 160 Stationen führt durch den Park.

Dieser große Turm ist ein Bienenhaus.

Die Holzwindharfe besteht aus besteht aus einem langen, schmalen Resonanzkasten in dem Saiten gespannt sind. Der Wind streicht über die Saiten und erzeugt Töne, manchmal sogar Melodien (Infotafel).

Die Kräuterspirale soll man barfuss erleben, laut Website des Vereins „Gesellschaft Natur und Kunst“

Diese Bänke sehen besonders einladend aus und ich mache eine ausgedehnte Pause.

Der Pfad führt durch die Wiese und an den Eseln des Freudenberges vorbei.

Nach dieser Installation geht es zurück auf dem Hauptweg der aus dem Park hinaus führt.

Am Rande des Parks erhascht man wieder einen Weitblick ins Tal.

Auf dem Weg durch die Weinberge sehe ich in der Ferne ein recht große Wandergruppe. Ja, es sind viele Leute unterwegs an diesem besonders schönen Tag.

Es folgt einige Kilometer durch Weinberge und…

… an blühenden Kirschbäumen vorbei.

Die Baumallee führt oberhalb des Nürberger Hofes, ein beliebtes Ausfluglokal, vorbei.

Die beiden Wanderinnen streben den Berg hinauf zur nächsten Bank.

Kurz vor dem „Spitzen Stein“ steht schon die nächste Bank. Und hier mache ich wieder eine Pause um die Aussicht zu genißen.

Im Jahr 1932 wurde der „Spitze Stein“ errichtet um an den Besuch von Johann Wolfgang von Goethes an diesem Ort zu gedenken. Deshalb wird er auch der „Goethe Stein“ genannt.

Vor dem Denkmal kann man auf einer Bank ausruhen und von der großen Terrassse ins weite Land schauen.

Nun geth’s weiter nach Frauenstein.

Der Bildstock der „Weinmadonnen zum Schutz der Trauben“ (Info-Tafel)

Noch ein letzter Blick ins Tal und man taucht in das Eichenwädchen oder auch Traubeneichenwald ein.

Nach kurzer Strecke biege ich nach links ab und folge einer Treppe und dann einem schmalen und steilen Pfad nach Frauenstein.

Gleich am Ende des Pfades trifft man auf die Burg Frauenstein. Eine Tafel erklärt das die Burg „krank“ ist und nicht mehr besucht werden kann. Die Treppe ist morsch und die ganze Konstruktion muss ersetzt werden. 1184 ließ Bodo von Idstein die Burg errichten und damit ist sie die älteste Burg Wiesbadens. (burgverein-frauenstein.de)

Im Park vor der Burg stehen seit 2014 die beiden „Kirschenkernspucker“ von dem Künstler Werner Franzen.

Gegenüber steht bei der Kirche St. Georg und Katharina die 1000-jährige Linde. Diese wird auch Blutlinde genannt weil der Sage nach die Burgherren einen jungen Mann wegen Entführung einer Dame hinrichten liessen. Sie war seine Braut und diese liess an diesem Ort eine Linde pflanzen (Infotafel).

Das „Weinhaus zur Burg“ stammt aus dem Jahr 1330 (kuladig.de).

„Vormals Schönborn’scher Hor, erbaut 1571“ „Wer dieses Haus jetzt tadeln will der stehe nur ein wenig still und denk in seinem Herzen frei – ob er ganz ohne Tadel sei?“, „Wenn dich die Lasterzunge sticht so laß es dir zum Troste sagen die schlechtsten Früchte sind es nicht woran die Wespen nagen“

Nun geht es weiter durch den Ort Frauenstein.

Am Ortsrand trifft man wieder auf den Rheinsteig und auch auf den Schlangenpfad.

Die sehr seltene Äskulapnatter, die auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft wird lebt hier im Naturschutzgebiet Sommerberg (kuladig.de).

Der Schlangenpfad führt am Sommerberg entlang hinunter ins Tal.

Man durchquert das Tal und folgt dem Weg nach links weiter.

Auch hier sieht man prächtige Kirschbäume.

Die Kirschblüten strahlen im Sonnenlicht.

Bald endet der Schlangenweg.

Das Naturschutzgebiet erstreckt sich durch das ganze Tal.

Der Hof Armada ist ein Lernbauernhof. – ein Bauernhof als Klassenzimmer.

Hinter dem Pond geht es ab nach links und steil den Berg hinauf.

Die Strecke führt eine Weile am Ortsrand von Frauenstein vorbei.

Unterwegs sieht man den Goethestein hoch oben auf der Höhe.

Dann geht es hinunter zur Quellenstraße die rechts und links mit blühenden Kirschbäumen gesäumt ist.

Am Grorother Hof verlasse ich ddie Straße und folge dem Radweg.

Eine Weile begleiten mich wieder Kirschbäume auf der einen Seite und Weinberge auf der anderen Seite.

Die kleine Hütte bietet den Wanderern ein gemütliches Plätzchen zum Ausruhen.

Bald erreicht man die Grorother Mühle und kurz vorher biegt man ab.

Die Münzwiese/Klebswiese gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten von Schierstein /Frauenstein. Hier findet man die typischen und manchmal selten Pflanzen und Tiere von Feuchtbiotopen (Infotafel).

Das Wegkreuz am Grunselsbörnchen – es heißt der Sage nach das hier in der Nacht die Störche in der Quelle nach den Babys fischen (christophorusgemeinde-schierstein.de).

Die Forsythien strahlen heute ganz besonders in der Sonne.

Und schon bin ich wieder zurück an der Unterführung der A66.

Nun ist es nicht mehr weit denn der Bahnhof ist schon in Sicht.

Der Weg zu den Gleisen führt an der Seite des Bahnhofs vorbei.

Der Zug lässt auf sich warten. Mit ein wenig Verspätung kommt er doch noch und die Reise geht zurück nach Wiesbaden und dann weiter nach Hause.