
- Start: Gau-Algesheim, Bahnhof
- Länge: 10,9km
- Markierung: keine durchgehende
- GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
- Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können
Es ist noch früh am Morgen als ich in Gau-Algesheim am Bahnhof ankomme. In der Gemarkung von Gau-Algesheim wurden Funde aus der Zeit von 1300 v. Chr. und bis um die Römerzeit gefunden (Wikipedia).


Ich folge der Ingelheimer Straße und erreiche bald den Ortsrand. Im kleinen Park steht eine Infotafel mit einer Liste der Radwege im Umkreis von Gau-Algesheim vorgestellt. Diese und weitere Radtouren findet man auf tourenplaner-rheinland-pfalz.de
Dieser „Permanente Wanderweg“ habe ich auf ich-geh-wandern.de gefunden. Er führt sachte bergan auf den Gau-Algesheimer Kopf.



Auf halber Höhe hat man eine schöne Weitsicht in Richtung Ingelheim und auf die Berge auf der gegenüberliegenden Rheinseite.
Ich verlasse den Feldweg und folge einem steinigen Weg auf den Westerberg hinauf.


Auf der Höhe trifft man auf einige Wanderwege, unter anderem auch die ‚Hiwweltour Bismarckturm‘. Diese Tour bin ich teilweise im April 2024 gewandert.

Am Fusse des Bismarckturms angekommen geniesst man schon jetzt die Aussicht. Aber es soll ja noch auf den Turm hinauf gehen.


Wie erwähnt gibt es rings um Ingelheim eine große Aiswahl von Wanderwegen. Diese Tafel am Parkplatz zeigt elf verschiedene Routen. Man kann auf ingelheim-erleben.de kann man viele der hier gezeigten Wege erkunden.
Nach 111 Stufen erreicht man die oberste Plattform des Bismarckturms. Es sind nur wenige Besucher hier oben.



Gau-Algesheim liegt knapp drei Kilometer vom Rhein entfernt und man kann ihn sogar sehen.
Dort unten im Tal liegt Ingelheim und meine Weg dorthin führt durch den Wald.


Noch einen Blick zurück auf den Bismarckturm. Erwurde in den Jahren 1902 bis 1912 errichtet (ingelheim.de). Nun geht es weiter nach Ingelheim.

Der Wald öffnet sich und man sieht Weinberge rechts und links vom Weg. Die Trauben sind noch sehr klein aber schon reif.


Diese Bank mit dieser Aussicht ist ideal für eine lange Pause. Immer wieder kommen Spaziergänger und Gassi-Geher vorbei. Die Hunde sind ganz wild auf mein Käsebrötchen, aber nein das gehört mir!

Dieser Jacobs-Pilgerweg führt von Bingen nach Speyer/Worms oder nach Trier.


Die Sonne begleitet mich schon den ganzen Tag und ich hoffe es bleibt so.
Am Kreisel wird es ein wenig unübersichtlich. Doch man folgt dem Radweg nach rechts, überquert die Selz auf einer kleinen Brücke und geht wieder nach rechts in einen Park hinein.


Man durchquert das Selzbachtal während rechts vom Park die Selz verläuft. Eine Infotafel zeigt den Fortschritt der Renaturierung des Baches.

Im 13. Jahrhundert gab es hier in der Edelgasse das Zisterzienserinnenkloster „Engelthal“ für Töchter des Adels. Ausserdem befanden sich hier prominente Adelssitze mit weitläufigen Gärten (rheinhessen.de).


Auch in der Stiegelgasse findet man viele Denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
Die drei lustigen Männerfiguren von dem Künstler Benedikt Solga erinnern an die typischen Früchte der Ingelheimer Landwirtschaft, an Wein, Spargel und Kirschen (ingelheimer-geschichte.de)



Vom Marktplatz ist es nicht mehr weit bis zur Burgkirche.
Die Burgkirche (ehemals St. Wigbert) einer der am besten erhaltenen Kirchenbefestigungen aus dem 15. Jahrhundert im westdeutschen Raum (rheinhessen.de).



Viele Grabmäler der ehemaligen örtlichen Adelsfamilien kann man in um die Kirche herum bestaunen. Philip von Ingelheim starb am 2. Juli 1431 in einer Schlacht bei Bulgnéville (Infotafel)
Diese Grabmäler datieren zurück bis ins 14. Jahrhundert.



Ich verlasse die Burgkirche und folge der äußeren Kirchenburgmauer auf einem Pfad der neben der Mauer entlang verläuft. Dieser Pfad wird auch „Seufzerpfad“ genannt.
Man nimmt an das die Bezeichnung „Seufzerpfad“ entweder vom Seufzen der Liebespaare, die durch diesen dunklen Pfad vom Festplatz nach Hause liefenvom Seufzen der Trauernden eines Trauerzuges der von der Kirche zum Friedhof an der Rotweinstraße ging (ingelheimer-geschichte.de).


Auf rheinhessen.de findet man einige historische Rundgänge durch und um Ingelheim.

Bald erreiche ich den Ortsrand und befinde mich wieder an der Selz. Nun fängt es auch noch an regnen. Ich krame meinen Regenschirm aus dem Rucksack und gehe weiter in Richtung Gau-Algesheim.


Seit Ingelheim begleiten mich zwei Frauen die zum Umzug in Gau-Algesheim unterwegs sind. Seit 1952 gibt es das Fest des jungen Weines am 2. Wochenende im Oktober.
Die Fussgängerbrücke überquert eine Landstraße und die Wolken hängen bedrohlich über mir.



Über den Weinbergen sieht man den Bismarckturm den ich heute Morgen besuchte.
Da sehe ich schon die ersten Häuser von Gau-Algesheim. Ich bin noch am überlegen ob ich das Erntedankfest zur Feier des jungen Weines besuchen soll. Aber meine Uhr sagt mir das der nächste Zug pünktlich in etwa einer halben Stunde kommen wird.


Und schon erreiche ich den Bahnhof.
Der Zug nach Mainz kommt pünktlich und es geht nach der schönen Wanderung wieder nach Hause.

