Von Dietesheim nach Offenbach am Main entlang, 24 Mai 2026

  • Start: Dietesheim, Bahnhof
  • Länge: 13,8km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete GPS-Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Heute möchte ich mal wieder am Main entlang wandern. Ich starte am Bahnhof in Dietesheim einem Stadtteil der Stadt Mühlheim am Main.

In der Nähe des Feuerwehrhauses steht diese historische Kipp-Lore. Sie erinnert an den Basaltabbau der hier schon vor einigen hundert Jahren statt fand. Die Steine wurden für Ufer- und Ringmauerbefestigungen verwendet (Infotafel).

Dieses Haus wurde laut Inschrift am Haus Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. Im Ortskern sieht man weitere denkmalgeschützte Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Die Evangelische Kirche von 1751 ist ebenfalls im Ortskern zu sehen (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de).

Diese kunterbunte Haus findet man gleich neben der Kirche.

Um zum Main-Radweg zu gelangen geht es erst an der Hochwassermauer entlang und dann hinunter zum Main. Die Mauer wurde 2007 erneuert und wegen der vermehrten Hochwasserereignisse erhöht (Infotafel).

Ich biege nach links ab und verlasse Dietesheim.

Der Main-Radweg ist etwa 550 Kilometer lang, beginnt in Bischofsgrün oder Creußen und mündet bei Mainz in den Rhein (mainradweg.com).

Der Nachenhafen von Dietesheim liegt an der Klimaroute des Regionalpark RheinMain. Dies ist einr Ort mit langer zurückreichender Fischereitradition und auf der links vom Steg werden Fischarten aus dem Main und dem Amazon nebeneinander dargestellt. Dies soll an die global verbundenen Gewässer darstellen (muehlheim.de)

Der Blick vom Steg geht tief ins Maintal hinein.

Der Radweg wird schon rege von Radfahrern, Joggern und Gassi-Gehern genutzt.

Überall stehen Bänke zum Ausruhen und Geniessen bereit.

Immer wieder öffnet sich der Blick auf die schöne Flusslandschaft.

Hierkommt mir gerade eine große Gruppe von Radfahrern entgegen. Das Wetter ist ja perfekt für eine Tour.

Hier nochmal eine Bank mit schöner Aussicht. Obwohl viele Dörfer direkt gegenüber am anderen Ufer liegen, merkt man hier nichts davon.

Es ist schon richtig warm geworden und ich freue mich über jeden Baum und seinem Schatten.

Die Gaststätte ist schon gut besucht.

Gegenüber vom Ruderklub haben sich einige Leute eine Bank mit schöner Aussicht gesucht.

Hier überquert man die Rodau die unweit von hier in den Main mündet.

Die Sitzkiesel am Ufer sind ein Markenzeichen des Regionalparks Rhein-Main und sind überall dort wo auch die Rundroute vorbei kommt.

Auch die Schiffahrt auf dem Main hat nun im Laufe des Vormittages zugenommen.

Weithin leuchtet der Mohn im Feld nebenan.

Die „Rodgauer Landwehr“ bestand einst aus zwei Erdwällen (rechts un links vom Radweg) mit dichtem Gestrüpp und dazwischen war ein Wassergraben. Im Mittelalter diente die Landwehr Kaufleuten und Reisenden als Schutz vor Räubern (Infotafel).

Der Wegweiser der Regionalpark-Route und….

… die Markierungen auf dem Weg helfen den Radfahrern und Wanderern sich schnell zu orientieren.

Nach einigen Kilometern erreicht man Rumpenheim. Die „Baumsaal“ vor dem Rumpenheimer Schloss wurde mit Spenden wieder hergestellt (Infotafel).

Das dreiflügelige Rumpenheimer Schloss entstand zwischen 1787 und 1805 indem man ein bestehendes Herrenhaus erweiterte. Die Landgrafen von Hessen verließen das Schloss 1902 und es stand leer. Nachdem der Haupttrakt 1943 durch Fliegerbomben ausbrannte, wurde das Schloss von 1968 bis 2002 nach und nach wieder aufgebaut. Heute befinden sich Wohnungen im Schloss (Infotafel).

Auf der Infotafel sieht man Abbildungen des Schlosses und der Schlosskirche wie sie in ihrer Blütezeit aussahen.

Seit April fährt die Rumpenheimer Mainfahre wieder und bringt Fahrzeuge und Passanten ans gegenüberliegende Ufer.

Nach einem sehr kurzen Besuch des Schlosses geht es weiter auf dem Radweg.

Der „Hessische Radfernweg R4“ ist mit 410 Kilometern der längste Radfernweg Hessens. Die Radtour beginnt in Bad Karlshafen und endet in Hirschhorn am Neckartal-Radweg.

Die Sonne steht nun hoch am Himmel und auch im Schatten merkt man keine Abkühlung.

Im Feld haben sich einige Mohnblumen nieder gelassen.

Ich verlasse den Radweg und nehme den Feldweg um in den Wald rund um die Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben zu gehen.

Bald erreicht man den Schultheis Weiher. Dieses Naherholungsgebiet entstand in den 70er Jahren aus ehemaligen Kiesgruben.

Heute ist der Schultheis Weiher ein beliebter Badesee und FKK-Strand (Infotafel bei Bürgel).

Auf dem Deich, auch „Mittelweg“ genannt geht es weiter nach Offenbach.

Neben dem Deich sieht man viele Kleingärten und Spielplätze mit Bäumen. Nur auf dem Deich gibt es kein Entrinnen vor Sonnenstrahlen.

Bürgel ist ein Stadtteil von Offenbach. An diesem Ort fand 1018 der Reichstag zu Bürgel unter statt. Beim Reichstag ging es um die unrechtmäßige Heirat von Graf Otto von Hammerstein mit Irmingard, einer nahen Verwandten. Diese Heirat war nach kirchlichen und staatlichen Gesetzen verboten und wurde hier für null und nichtig erklärt (Infotafel).

Auch diese große Tafel erzählt im Jahre 1018 Kaiser Heinrich, seine Frau Kunigunde, Graf Otto von Hammerstein und seine Geliebte Irmingard hier verweilten.

Nach Bürgel folge ich dem Mainufer wieder.

Neben dem Radweg verläuft ein angenehmer Fußpfad.

Blick auf die Hochhäuser am Frankfurter Osthafen im Hintergrund und einen Kran im Vordergrund.

Nochmal ein ruhiges Eckchen am Main ehe es in die Offenbacher Stadt geht..

Links liegt ein Gewerbegebiet und jetzt …

… folgt ein Erholungsgebiet mit Spielülätzen und einer Grillzone.

Die Infotafel klärt auf wie Wasser und Klima zusammenhängen.

Die bunte Segelregatta fällt auf.

Der Strand von Offenbach ist wenig besucht. Den meisten Leuten ist es wahrscheinlich zu warm.

Das Personal auf dem Boat versorgt die Passanten mit kühlen Getränken und Eis.

Der „Doppelhelix “ ist fünfeinhalb Tonnen schwer, ist 15 Meter hoch und besteht aus zwei gedrehten Stahlschienen die mit 2,60 Meter breiten Holzbohlen verbunden sind (offenbach.de). 

Ds Isenburger Schloss wurde 1559 fertiggestellt und brannte 1564 nieder. Die Grafen Isenburg wohnten seit 1748 in deren Wohnsitzen in der Stadt und nicht im Schloss. 1816 verlieren die Grafen die Herrschaft über ihr Fürstentum und somit das Schloss. Seit den 2000er Jahren wird das Schloss von der Hochschule für Gestaltung genutzt. (offenbach.de).

Das Schloss Isenburg ist der Stadt zugewandt und so auch die Galerien der Südfassade. Jemand hat die beiden Skulpturen auf dem Brunnen begleidet: der Mann trägt ein Handtuch um die Hüfte und das Kind bekam ein Höschen angezogen.

An der Decke unter dem Torbogen sind schöne Gemälde zu sehen.

Nun geht es unter dem Torbogen hindurch und in die Innenstadt.

An der Bushaltestelle sitzen die Leute im Schatten und warten auf ihre Verbindung.

Ein kleiner Park erinnert an den jüdischen Friedhof der sich hier im 18ten und 19ten Jahrhundert befand (Infotafel).

Direkt hinter dem Park erreicht man den Hauptbahnhof.

Die erste Bahnanbindung hat Offenbach bereits seit 1848. Dieses Bahnhofsgebäude wurde zwischen 1912 und 1927 errichtet (denkxweb.denkmalpflege-hessen.de). An Gleis 2 soll bald der nächste Zug nach Frankfurt einfahren.

An Gleis 2 stehen viele Leute rum und warten auf den verspäteten Zug. Das gibt mir die Gelegenheit eine kleine Pause einzulegen und mit dem nächsten Zug die Heimreise anzutreten.