Von Niederselters nach Niederbrechen an der Alteburg vorbei, 8 Februar 2026

  • Start: Niederselters, Bahnhof
  • Länge: 12,5km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Wird der Nebel sich verziehen? Schwer zu sagen und deshalb entscheide mich für eine Runde in der Heimat. Vom Bahnhof in Nederselters gehts es hinunter zum Emsbach. Über den Dächern ragt der Turm der Alten Kirche.

Die Alte Kirche liegt auf der Strecke des „Kercheweges“. Auf kercheweg.de kann man unter „NDS 3“ lesen das diese Kirche im Jahre 1717 auf den Grundmauern einer früheren Kirche erbaut wurde. Heute dient sie als Kulturzentrum und ist nur bei Veranstaltungen geöffnet.

Ein paar Schritte weiter sieht man das Alte Pfarrhaus aus dem Jahre 1695. Von 1868 bis 1908 diente es als Filialkloster der Dernbacher Schwestern. Seit 1908 wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt (Infotafel und kercheweg.de, NDS 2).

In der Mitte von Niederselters findet man das Alte Brunnencafè, einen Brunnen mit einer Skulptur eines historischen Feuerwehrmannes und das Feuerwehrhaus. Der historischer Ortskern wurde im Jahre 772 n. Chr. erstmals als Runddorf erwähnt (selters-taunus.de).

Auch schöne restaurierte Fachwerkhäuser sind im Ortskern zu sehen.

Am Ortsrand angelangt, überquert und die B8 und hier trifft man auf den Selters-Rundweg. Dieser verbindet die vier Ortseile Niederselters, Eisenbach, Haintchen und Münster miteinander. Eine Karte des etwa 20 Kilometer langen Weges kann man bei der Gemeindeverwaltung abholen.

Man biegt nach rechts ab und sieht den Weg zum Friedhof auf der linken Seite.

Ein grünes Band läuft um den Ortsrand herum.

Die Strecke führt links den Berg hoch. Der Schnee von letzter Woche hält sich hartnäckig.

Ein Blick zurück über Niederselters und es scheint als ob die Sonne sich doch noch durchsetzen möchte.

Der Wiesenweg ist nass, matschig und rutschig. Vorsichtig und langsam gehe ich hinunter zum Waldweg.

Im Tal sieht man die Kläranlage von Niederselters. Aus dem Wald dahinter hört man Schüsse und es scheint das da drüben eine Jagd abgehalten wird..

Ich biege nach rechts ab und folge dem Weg in den „Hansloch“ Wald.

Bisher bin ich einigen Gassi-gehern begegnet. Das nieselige Wetter hält sie nicht vom Laufen ab.

Am Weg sieht man den Tiefbrunnen von Niederselters am „Mannbach“ (Infotafel).

Auf dem Schild steht „Der Wald kann ohne uns Menschen leben, wir Menschen aber nicht ohne den Wald“.

Im Tal überquert man ein Brückchen und der Zeiger geht in Richtung Weyer.

Auf der Höhe sind einige Spaziergänger und zwei Wandergruppen unterwegs.

Hier befindet man sich auf dem Brechener Wanderweg „B6“ und dem „Selteser Rundweg“.

Bald erreicht man die „Alteburg“ von Brechen. Leider sind die Infotafeln ziemlich verblasst. Aber auf lernarchiv.bildung.hessen.de und Wikipedia kann man nachlesen das hier einst ein römisches Militärlager zu finden war. Es bestand nur kurze Zeit bis 9 N.Chr. und wurde dann, wie das Lager in Waldgirmes, aufgegeben.

Heute ist das ehemalige römische Lager ein Bodendenkmal (lernarchiv.bildung.hessen.de).

Links vom Weg sieht man die Anzeichen von Hügelgräbern.

Laut Infotafel stammen die Hügelgräber aus der Eisenzeit (Hallstattzeit) von etwa 800 bis 400 v. Chr. Während die meisten Toten eine Feuerbestattung erfuhren gab es Erdbestattungen wie diese.

Der Brechener Wanderweg B6 bleibt auf der Höhe im „Großen Wald“. Hier öffnet sich eine Weitsicht in Richtung A3 zwischen Niederselters und Oberbrechen.

In der Ferne verdeckt der Nebel die Landschaft.

Dieses große Vogelhaus wird dankbar von den kleinen Piepmatzen angenommen.

Das Wetter bleibt dunkel und bedeckt, aber es regnet nicht.

Nach rechts im Tal liegt der Ort Weyer und dort hinten im Nebel ist der Galgenberg von Villmar.

Auch die Bauernhöfe machen eine Winterpause.

An der Kreuzung zum „Roten Weg“ hat man eine tolle Aussicht in alle Richtungen.

Der „Rote Weg“ führt nun geradewegs ins Tal nach Oberbrechen.

Die Bank lädt zwar zur Pause ein. aber es ist mir zu kalt und es geht weiter.

Hinter dem Bauernhof und vor dem Ort passiert man den Trinkwasserbrunnen von Brechen.

Die ersten Häuser von Oberbrechen kommen in Sicht. Eigentlich wollte ich zurück nach Niederselters laufen, aber ich höre immer noch Schüsse von der Jagd. Also ändere ich meinen Plan und werde den Zug zurück nach Niederselters nehmen.

Am „Roten Weg“ beim Friedhof steht die „Muttergotteskapelle“. Im Jahre 1604 wurde hier ein  Heiligenstock errichtet. Laut der Inschrift über der Tür stammt die heutige Kapelle aus dem Jahre 1686 (Wikipedia).

Neben der Muttergottesskulptur findet man hier auch zwei Gedächtnistafeln. Sie wurden nach dem Ersten Weltkrieg angebracht und zeigen die Namen der Gefallenen (Wikipedia).

Die Strecke geht nun quer durch den Ort.

An der „Sieben Heiligen Brüder Kirche“ mache ich einen Abstecher. Bereits im Jahre 1053 wird eine Kirche in Oberbrechen erwähnt. Im Ersten und dann auch im Zweiten Weltkrieg mussten Glocken für Kriegszwecke abgegeben werden. 1951 war das Glockengeläute wieder komplett (gemeinde-brechen.de).

An der Hauswand sieht man das schöne Gemälde einer Nagelschmiede.

Der Dorfbrunnen zeigt große Bronzefiguren, Menschen die gerade ihr Handwerk ausführen.

Am Bahnhof von Oberbrechen fahren gerade der Zug nach Limburg und nach Frankfurt vorbei. Jetzt geht es erstmal weiter nach Niederbrechen.

Unweit vom Bahnhof an der B8 steht dieses schöne Fachwerkhaus.

Es geht weiter an der B8 entlang.

Niederbrechen ist nur einen Kilometer von Oberbrechen entfernt.

An der Bahnhofstraße biege ich ab und erreiche bald auch den Niederbrechener Bahnhof.

Hier erfahre ich das der Zug nach Limburg ausfällt und der Zug nach Frankfurt bald kommt. Na ja, dann fallen Kaffee und Kuchen in Limburg aus und es geht zügig zurück nach Niederselters.