Die Küppeltour bei Balduinstein, 26 April 2020

– Start: Balduinstein, Parkplatz an der Schaumburg

-Länge: 16,4km

-Markierung: L- Lahn-Facette Küppeltour

GPS Track – siehe unten –aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Die beiden Parkplätze bei der Schaumburg sind fast leer. Das ist wahrscheinlich nicht immer der Fall, besonders im Sommer wenn dann die Pandemie-Ausgangssperren wieder gelockert werden. Alternativ kann man in Balduinstein parken.

Die Küppeltour, eine der Lahnfacetten, ist in beide Richtungen beschildert und ich entschliesse mich im Gegenuhrzeigersinn zu laufen. Direkt neben dem Parkplatz verläuft ein Pfad den Berg hinunter. Die Ruhebank direkt am Anfang der Strecke ist sicherlich willkommen wenn man den Weg anders herum läuft und den anstrengenden Anstieg hinter sich hat.

Unten im Tal sieht man die Burgruine Balduinstein. Teile der Burg werden heute als Jugendburg genutzt. Die Strecke führt am Ortsrand von Balduinstein vorbei und in den Wald unter der Schaumburg hinein

… die Burg Balduinstein

Breite Waldwege, helle Morgensonne, Vögelgezwitscher und ansonsten himmlische Ruhe ….

Viele Schilder zeigen den Weg zur Schaumburg.

Sobald man aus dem Wald heraus tritt steht man unterhalb dieser prächtigen Festung. Das Schloss wurde wahrscheinlich schon um 900 erbaut (Wikipedia) und hat seitdem ein bewegte Geschichte erfahren. Zur Zeit wird das Schloss und die Umgebung restauriert und soll später einmal als Gastronomiebetrieb geführt werden.

Ein Nebengebäude mit Tor, hier wird möglicherweise ein Cafè eingerichet werden

Auf dieser freigelegtenTreppe gehts am ehemaligen Terrassengarten entlang ins Tal.

Unten angekommen gehts zwischen einem Teich und einem Hof vorbei, über die Straße hinweg und ins weite Tal hinein.

Der Weg führt über einen breiten Feldweg mit leichter Steigung auf dem Emmaberg. Die ganze Zeit sieht man rechts auf dem Berg das Schloss Schaumburg.

… Schloss Schaumburg und seine markante Silhouette

Der Ginster steht nun in voller Blüte.

Noch bin ich alleine auf der Strecke unterwegs. Bisher hab ich nur eine Wanderin am Parkplatz bei der Schaumburg gesehen. Sie geht die gleiche Strecke, aber in umgekehrter Richtung.

In der Ferne sieht man Cramberg und die Hügel des Westerwaldes.

Kurz vor der Straße K34 macht die Strecke eine Wendung und führt den Berg hinauf in den Wald hinein.

Die Wegweiser führen zur Gabelsteinhütte.

Von der Hütte aus kann man weit ins Tal und über das Land schauen.

Die Lahn und das Lahntal in Richtung Laurenburg

… eine grandiose Weitsicht auf das Lahntal, die Lahn, auf den Bahntunnel, das Lahnkraftwerk und Cramberg

Auch wenn die Gabelsteinhütte zum Verweilen lockt, es geht doch weiter. Im Wald begegnen mir immer mehr Wanderer. Ein Pärchen richtet sich nach den Anweisungen auf dem Smartphone und hätte fast die Gabelsteinhütte verpasst.

Hier überquert man den Hellbach im Höllenloch.

Nach dem anstrengenden Anstieg sieht man diese Bank wo man sich erholen kann.

…eine Familie legt eine kurze Pause am Wegesrand ein

Oben am Ort Steinsberg angekommen, sieht man die Schaumburg in der Ferne.

Nun gehts an der Hütte vorbei und wieder den Berg hinab.

Immer wieder erinnern die Schilder der Küppeltour das man auf dem richtigen Weg ist. Nach kurzer Strecke durch den Wald trifft man auf eine Felsengruppe.

… die Steinsberger Hohe Ley

Vorsichtig klettere ich die Felsen hoch und bewundere die Aussicht.

Vor mir liegt das Lahntal und der Cramberger Bogen.

Der Ort Steinsberg liegt vor mir.

… immer mehr Wanderer nutzen diesen herrlichen Sonntag zum Wandern

Der schmale Pfad verläuft parallel zur Straße und nach kurzer Zeit biegt er nach links in eine Wiese ein.

Das schöne Wetter hat wohl viele Menschen in die Natur gelockt. Zeitweise erinnert mich der rege Verkehr an den Jacobsweg in Spanien.

Rechts ist der Rastplatz mit Küppelblick und links ist der Hügel/ Berg der als Namensgeber dient. . Dieser Rastplatz, wie auch die meisten Bänke am Wegesrand, sind bereits belegt. Kein Problem, im Wald liegen viele Baumstämme die man für eine Rast benutzen kann.

Es geht weiter durch den Wald bis Wasenbach.

.. die Ev. Kirche von Wasenbach wurde 1910 eingeweiht und ist demnach etwas über 100 Jahre alt.

Im Ort Wasenbach kann mann dieses Bild mit folgendem Spruch bewundern: ‚Gott gab die Zeit, von Eile hat er nichts gesagt‘

Auch dieses prachtvolle Fachwerkhaus steht hier.

Die Strecke führt aus dem Ort hinaus und läuft eine Weile am Waldrand entlang bis sie ganz unverhofft nach links abbiegt und am Berg hoch weiter geht. Bald erreiche ich Habenscheid mit seiner Feldkirche.

… die Feldkirche gehört zu den ältesten Kirchen im Mittelnassauer Land. Der älteste Teil der Kirche entstand im 9. Jahrhundert

Hügelgräber in der Gegend um Habenscheid belegen das bereits in der Bronzezeit Menschen hier lebten.

Die ehemals fürstlichen Teichanlagen künden die Nähe von Schloss Schaumburg an,

Nicht mehr lange und ich bin zurück am Parkplatz bei der Schaumburg. Diese Lahn-Facette Küppeltour ist ein Genuss zu wandern. Auf der Webseite daslahntal.de/wandern/lahn-facetten findet man die offizielle Beschreibung und viele weitere Wanderwege.