Graevenwiesbach Runde im Hintertaunus, 27 Maerz 2022

  • Start: Graevenwiesbach, Bahnhof
  • Länge: 18,2km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip summary

Mit dem Auto geht es zum Start am Bahnhof in Gräfenwiesbach. Dieser Bahnhof wurde 1906 eingeweiht und war einst der Knotenpunkt der Weiltalbahn. Heute fährt nur die Solmstalbahn nach Brandoberndorf. Das Bahnhofsgebäude und die Güterhalle stehen unter Denkmalschutz. Gegenüber auf der anderen Seite der Strasse steht das Landgasthaus ‚Zur Eisenbahn‘.

Es geht los, zuerst unter der Eisenbahnbrücke hindurch und dann an der Strasse entlang ins Tal und den Ort hinein. Ausser dem Glockengeleut ist es sehr still im Ort. An der Frankfurter Strasse biege ich ab und gehe eine Treppe hinauf am Backhaus vorbei zur Kirche.

Das erste Backhaus wurde 1635 erbaut und 1739 wieder neu errichtet. Seit 1980 findet jährlich ein Backfest statt.

Auf dem Wuenheimer Platz findet man auch das Bürgerhaus, erbaut 1847, und die Evangelische Kirche, erbaut 1737/38 (Wikipedia)

Ein paar Schritte weiter sieht man das Haus Lehr im Jahre 1607 erbaut (Info-Tafel). Der schiefe Turm von Pisa kann sich hier noch was abgucken.

An dem kleinen Park geht es vorbei und aus dem Ort hinaus.

Nach einem kleinen Anstieg führt der Weg oberhalb des Ortes in die entgegengesetzte Richtung mit schöner Aussicht auf Gräfenwiesbach.

Die Strecke durch den Wald und an den Obstwiesen vorbei ist ruhig. Die Bank am Hang lädt zur einer Pause ein. Die Sonne hat schon viel Stärke und meine Jacke wandert in den Rucksack..

Im Wald treffe ich auf das liegende „Y“. ein Wanderweg des Taunus Clubs. Ein Wanderer kommt mir entgegen und er ist die einzige weitere Person unterwegs an diesem Sonnrtgmorgen.

Der Wanderweg „Y“ biegt nach links ab nach Mönstadt. Laut Ortsschild gibt es diesen Ort schon seit 1404. Seit 1971 ist der Ort Teil der Gemeinde Gräfenwiesbach (Wikipedia).

…am Friedhof in Mönstadt folge ich der Wegemarkierung in den Ort hinein.

Am Hang geht es über eine Treppe hinunter zur Landstrasse.

In der Ferne sieht man die Ernste Mühle im Tal.

Diese zotteligen Kerlchen schauen mir neugierig nach. Bis jetzt war der Strassenverkehr minimal. Doch nun rattert ein Motorrad nach dem anderen an mir vorbei.

die ‚Ernste Mühle‘ ber Mönstadt

Hinter der Mühle führt der Wanderweg liegendes „Y“ über eine Brücke und weiter an der Landstrasse entlang. Aber ich biege nach links ab und folge dem Feldweg unter der Brücke hindurch und am Waldrand entlang den Berg hinauf. Hinter mir höre ich immer wieder die Motorräder auf der Landstrasse knattern.

Die nächste Abbiegung ist ein Feldweg der am Hang entlang läuft und man sieht schon die ersten Häuser von Heinzenberg.

Im Tal sieht man den ‚Alten Bahnhof Heinzenberg‘. 1909 erbaut ist der ehemalige Bahnhof heute ein Kulturdenkmal (denkmalpflege-hessen.de)

… ein Blick zurück ins Tal in Richtung Mönstadt

Die Pferde lassen sich nicht von der schmackhafen Weide ablenken

Die Strecke folgt der Windener Strasse durch Heinzenberg. Weit über das Tal kann man bis nach Winden schauen.

Bei der ersten Gelegenheit biege ich nach links auf den Feldweg ab. Während auf der Strasse Motorräder sich laut bemerkbar machen, geniesse ich die Ruhe im Tal an der Weil.

… der Radweg an der Weil ist beliebt und auch an diesem Morgen sehr belebt

Der Ort Heinzenberg wurde erstmals im Jahr 1355 erwähnt und war eine Zollstation an der Strasse von Limburg an den Main. Die Runkelsteiner Mühle gehörte auch zum Dorf und versorgte die Bewohner und die Dörfer in der Umgebung mit Mehl (heinzenbergtaunus.wordpress.com).

Die Info-Tafel zeigt den Wegeverlauf des „Weiltalweges“ und erzählt von den Sehenswürdigkeiten am Wegesrand.

Der Waldboden ist übersät mit Busch-Windröschen.

… die Strecke folgt nun eine Weile dem Weiltalweg

Der ‚Weiltalweg‘ beginnt am Roten Kreuz in Schmitten in der Nähe der Weilquelle. Nach fast 48 Kilometern endet der Wanderweg bei Guntersau (Weilburg) wo die Weil in die Lahn mündet (taunus.info).

Durch das breite Tal geht es nun weiter bis nach Gemünden (Ts).

Am Ortseingang erinnert diese Tafel und die Buntstifte daran wie Bücher unser Leben verändern können.

Heimatmuseum in Gemünden (Ts): die ursprüngliche Kapelle (1580) wurde 1828 zum Backhaus umgebaut und wird nun seit 1977 las Heimatmuseum genutzt. 1996 wurden biblische Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert im alten Backraum gefunden (geschichte-hochtaunus.de)

Ich mache noch eine kleine Runde durch den Ort Gemünden und komme an der Ev. Kirche vorbei. Diese wurde 1839 errichtet als die erste Kapelle zum Backhaus umgebaut wurde (ich-geh-wandern.de).

Das alte Fachwerkhaus ist mit schönen Verzierungen ausgestattet.

Dieses Haus hat eine moderne und bunte Fassade und aus dem Giebel ragt ein Fels hinaus.

Hauswand mit Felsvorsprung

Die Strecke geht nun am Friedhof vorbei aus dem Ort hinaus und stetig den Berg hinauf.

Die Aussicht wird immer besser umso höher man steigt.

Oben angekommen geniesse ich eine kleine Pause mit Blick zurück auf Gemünden. Doch bald geht es weiter am Waldrand entlang, durch den Wald bis zum 400 Meter hohen ‚Pinnköppel‘. In der Ferne sieht man die hohen Berge des Taunus.

…der Feldberg(Ts) und seine Türme am Horizont

Am Himmel zeihen sich langsam ein paar Wolken zusammen. Laut Wetterbericht sollen es noch ein paar mehr werden.

Seit Gemünden folge ich der Markierung des ’schwarzen Punktes‘ vom Taunus Klub. Dieser Wanderweg wird mich bis nach Grävenwiesbach begleiten.

Dann erscheint im Tal vor mir der Ort Naunstadt, ein Ortsteil von Grävenwiesbach.

…auf dem Acker gegenüber treibt ein ‚Staubteufelchen‘, eine kleine Sandhose, sein Unwesen

Schnell gehjt es den Berg hinunter in den Ort Naunstadt. Laut geschichtsverein-graevenwiesbach.de wurde er 1512 zum ersten Mal erwähnt. Jedoch hat man Spuren von früheren Siedlungen eines Langobardenstammes gefunden. Auf dem ‚Pinneköppel‘ standen zwei Galgen der Halsgerichtsstätte der Weilnauer und Usinger/Weilburger Grafschaften. 1818 wurde der letzte abgerissen.

Der Geschichtsverein berichtet auch das die Gemeinde überwiegend von der Landwirtschaft lebte. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurden viele Häuser von den Bomben der Alliierten zerstört.

Rathaus, erbaut 1704, und Altes Backhaus aus dem 19. Jahrhundert in Naunstadt

Der Landstrasse folgend verlasse ich den Ort. Bald gesellt sich ein Radweg zur Landstrasse und unter der Brücke hindurch geht es zurück nach Gräfenwiesbach.

Die Bänke stehen direkt an der Strasse und gegenüber von einem Reithof. Im Tal sehe ich Gräfenwiesbach. Ein Pfad geht geradeaus weiter am Landgasthof vorbei direkt zum Bahnhof.

Die Wanderung ist nun zu Ende. Auf dem grossen Parkplatz wartet mein Auto auf mich und die Heimreise.