
- Start: Berzhahn, Bahnhof
- Länge: 14,6km (mit Abstechern)
- Markierung: keine durchgehende
- GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
- Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können
Die Geo-Route ‚Watzenhahner Riesen‘ ist mir schon an verschiedenen Info-Tafeln aufgefallen. Nun folgt eine Wäller Tour mit dem gleichen Namen dieser Geo-Route. Diese Rundroute ist laut westerwald.info etwas über 13 Kilometer lang und man kann überall einsteigen. Ich fahre mit der Drei-Länder Bahn nach Berzhahn und bei schönstem Wetter geht es los.


Die Infotafeln am Bahnhof zeigen die Strecke und die Sehenswürdigkeiten die man sehen wird. Die Gegend wurde viele Jahrhunderte vom Abbau von Rohstoffen wie Ton und Basalt geprägt.
Ich folge dem Wiesenweg ins Tal und freue mich über den strahlenden Sonnenschein und die frische Luft.



Dann geht es nach links den Berg hinauf und in der Ferne sieht man schon den ‚Aufbereitungsturm‘.
Die Betonruine wird auch der „Hohle Zahn von Berzhahn“ genannt. Die 1929/30 errichtete Edelsplitanlage war einst die modernste des Westerwaldes (Infotafel).


Das Basaltgestein wurde im Watzenhahner Steinbruch gewonnen, in einem Vorbrecher zerkleinert, dann hierher transportiert und in einem elektrischen Brecher weiter zerkleinert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Maschinen an Frankreich als Reparationsleistung abgegeben und zurück blieb das hohle Gebäude. (Infotafel).

Der Waldweg führt durch das Tal am Bach entlang.


Der Elbbach rauscht über die Basaltsteine.
Die Vögel halten ihr Morgenkonzert während ich durch den Wald wandere.



Es dauert nicht lange und hinter den Bäumen sieht man Willmenrod.
Der Bahnhof von Willmenrod liegt ebenso an der ‚Watzenhahner Riesen‘ Route. Dies wäre eine alternative Einstiegsmöglichkeit.


Die HLB Bahn kommt gerade aus der Richtung Siegen.


An der Eisenbahnbrücke biegt die Strecke ab …
…und folgt dem Elbbach.


Danach geht es nach links durch den Park und durch den Ort.
Die Geschichte der Basaltkirche von Willmenrod reicht zurück bis um das Jahr 1000 n.Chr. Damals stand wahrscheinlich ein Holzkapelle an dieser Stelle. Die heutige Kirche wurde 1893/94 erbaut (Infotafel).



Von nun an geht es bergauf. Ein Dorfbewohner erklärt mir das man von hier aus ein Abkürzung zu den Watzenhahner Riesen nehmen könnte, aber der Wanderweg biegt hier ab und macht einen großen Rundbogen.
Die Weitsicht über den Ort hinweg reicht bis nach Brandscheid hinüber.


Die Wanderroute scheint beliebt zu sein denn immer wieder begegne ich kleinen Wandergruppen.

Ab und zu muss man matschige Passagen umgehen.


Am Wegesrand stehen zwei sehr alte und riesige Eichen.
An der Kreisstraße 95 biegt die Strecke nach links ab und geht eine Weile an der Straße entlang.



Der Kranstein nahe Weltersburg ist ein geschütztes Naturdenkmal.
Der steinerne fächerförmige Querschnitt zeigt den Vulkanschlot: Man kann erahnen und wie das Magma vor etwa 25 Millionen Jahren beim Ausbruch des Vulkans heraus geschleudert wurde (Infotafel).



Vom Parkplatz beim Kranstein führt ein schmaler Pfad hinauf zu einer Wiese und dann am Waldrand entlang zum nächsten Ausichtspunkt.
Von hier aus kann man ganz weit weg die Westerburg sehen. Im August 2024 besuchte ich die Stadt und das Schloss. Die Infotafel erzählt von der Geschichte und Sagen des Schlosses.


Blick in den Westerwald in Richtung Westerburg
Der Weg führt über den Hügel und dann hinter ins Tal nach Weltersburg.



Auf dem Weg nach oben sieht man die Kapelle (1359) am Burgberg, eine beliebte Hochzeitsdestination.
Als nächstes trifft man auf die „Alte Burgschmiede“. Hier findet man ein Museum und kann die Kunst des Schmiedens kennenlernen (waeller-journal.de).


Die Bank ist ein Werk der Mitglieder des Schmiedeclubs Weltersburg.
Und weiter geht es bergauf. Die Grillhütte und Ruhebänke laden zur Pause ein. Der offizielle Wanderweg ‚Watzenhahner Riesen‘ biegt unterhalb der Ruine der Weltersburg ab. Ich möchte jedoch ganz nach oben und folge dem schmalen und steilen Pfad.



Fast geschafft!! Nur noch ein paar Schritte bis zur Hütte.
Der Weitblick ist grandios! hier oben stand einst die Weltersburg. Man schätzt das diese um 1100 n. Chr. als Teil einer Reihe von Burgen entlang der Handelsstraße zwischen Köln und Frankfurt errichtet wurde. Der Besitz ging an verschiedene Eigentümer über. Im 15, Jahrhundert wurde rund um die Burg zwischen verschiedenen Adelshäuser und auch Bistümern heftig gekämpft um den Besitz und Herrschaft der Region zu erlangen (Infotafel).


Von der Ruine und der ehemaligen Siedlung ist nicht mehr viel zu sehen. Nur LIDAR-Scans zeigen die ehemaligen Grundrisse der der Mauern. (Infotafel).
Die Tafel unterhalb der Bank erklärt was man alles sehen kann: Herzbergturm bei Frankfurt, Großer und Kleiner Feldberg, Niederbrechen, Hadamar, Idsteiner Senke, Limburger Becken, Mensfelder Kopf, Eppenrod, Nentershausen, und mehr…



Das Dorfgemeinschaftshaus wurde 1900 erbaut und war die ehemalige Dorfschule (weltersburg.de).
Die Stecke nach Girkenroth geht durch eine schöne Baumallee mit Sicht auf Weltersburg.


Ein steiler Anstieg bringt mich zum Ortsrand mit Sicht weit über die Gegend und hinüber zum Burgberg.

LIDAR-Scans zeigen möglicherweise die Umrisse der Burg der Ottensteiner. Flurnamen wie Ottenstein und Ottensteinswiesen deuten auf das Geschlecht der Ottensteiner hin (Infotafel).


Die Sage des „Goldenen Mannes“ erzählt vom Ritter der ehrenhaft blieb im Gegensatz zu den Raubrittern der Weltersburg und Molsberg. Um die Schätze vor den Raubrittern zu schützen schmolzen sie alle und formten einen Goldenen Mann. Diesen begruben sie und er ist bis heut nicht gefunden worden (Infotafel).
Vom Ruheberg geht es erst hinab ins Dorf und dann über einen Wiesen weg auf der anderen Seite hinauf.



Ich werfe einen kurzen Blick in die Kapelle und geh dann wieder auf die Strecke.
Weiter geht es bergauf und am Waldrand biegt man nach rechts ab.


Eine Weile geht es durch einen Wald und erreicht die Höhe ‚Auf der Hub‘.

Es folgen einige Kilometer durch Waldgebiet.


An der Hütte und den Ruhebänken biegt man ab und nun geht es sachte ins Tal hinunter.
Es geht nun zügig auf Berzhahn zu. Mitten im Wald sieht man einen Wegweiser der zum Namensgeber der Strecke „Watzenhahner Riesen“ zeigt. Um das Geotop zu sehen verlässt man die Strecke und macht einen Abstecher.



Über eine Feldbahn schaffte man den Basalt zur Lorenseilbahn. Diese transportierte die Ladung ins Tal zur Brecheranlage und dann ging es weiter zur Aufbereitungsanlange die ich bei Berzhahn sehen konnte. Einige Teile der Betriebsanlagen sind noch vorhanden, wie z, B. die Bergstation der Lorenseilbahn (Infotafel).
Ich gehe auf dem gleichen Weg zurück und folge der Hauptstrecke weiter ins Tal.


Zwischen den Bäumen kann man die weite Landschaft des Westerwaldes sehen.

An der Waldstraße sieht man das ehemalige Schulhaus, erbaut im 20. Jahrhundert (Wikipedia).


Am Fuße der Bahnhofstraße erreicht man den Bahnhof. Es dauert 15 Minuten bis die Bahn kommt und dann geht es gemütlich nach Hause.