Selters (Ts) – Brechen Runde, 19 April 2020

  • Start: Niederselters, Hermesbachstraße, Parkplatz am Alten Sportplatz
  • Länge: 14,8km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track – siehe unten –aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Letzte Nacht hat es geregnet, nicht viel, aber genug um einmal Gießen zu sparen. Meine geplante Wanderung verlege ich auf ein späteres Wochenende. Diese geplante Strecke zeigt einen großen Anteil von Wegen durch Wald und Wiesen. Da wären nasse Schuhe und Füsse vorprogrammiert!

Ich werde statt der geplanten Wanderung in der Nähe von Selters (Ts) laufen. Von der Turnhalle in Niederselters aus laufe ich den Berg hoch bis zur ICE Strecke. Normalerweise kann man von hier oben bis zum Feldberg (Ts) schauen, aber Frühnebel verdeckt die Aussicht.

Die hellgelben Rapsblüten heben trotz Nebel meine Stimmung.

… immer weiter geradeaus an der ICE Strecke entlang

„Man sagt der Wanderer sei ein Sünder da er nicht zur Kirche geht. Ein Blick zum Himmel ist besser wie ein schlecht Gebet“ diese Tafel hängt an dieser Stelle schon ein paar Jahre, doch der Spruch bleibt aktuell.

… noch mehr Rapsfelder in Blüte. Ich liebe den leichten Duft den die Blüten abgeben und ich bin heilfroh das ich keine Allergien habe und diese Zeit genießen kann.

In der Ferne, in Richtung Westerwald, scheint es immer noch zu regnen.

Blick in Richtung Mensfelder Kopf…wie ein Schachbrett sehen die Rapsfelder aus

Vor diesem Gebäude folge ich der Straße scharf nach links.

Die Brechener Wanderwege zeigen alle in Richtung Werschau.

.. weiter geht es unter der ICE- und unter der Autobahnbrücke der A3 hindurch.

… ein schöner Bildstock kurz vor dem Ortseingang von Werschau.

Hmmmm, der Flieder riecht himmlich.

Mitten im Ort sieht man diese alten Scheunen.

St. Georg in Werschau, 1235 wird der Ort als „Werse“ erwähnt. Später festigte sich die heutige Schreibweise und steht für „in der Au am Wörsbach“

… kleine Brücke über den Woersbach

… nur 485 Kilometer bis zur Schwesterstadt in Frankreich in der Region Grand Est.

Auf dem Radweg nach Niederbrechen bin ich noch ziemlich alleine. Nur ab und zu kommt mir ein Radfahrer entgegen.

Wieder unterquere ich die Autobahn- und ICE Brücken. 1966 kam ein belgischer Bus von der Spur ab und stürzte von der Brücke auf die Straße. 33 Menschen kamen ums Leben, darunter 29 Schulkinder. Am Straßenrand steht ein Gedenkstein mit Texttafeln in Deutsch, Französisch und Englisch.

… die Sonne hat sich doch noch raus getraut.

Eine Unterführung bringt mich auf die andere Seite des Niederbrechener Bahnhofs. Normalerweise warten Reisende auf der Platform auf den Regiozug. Aber in Zeiten des Coronavirus ist Reisen nicht angesagt.

Der Weg führt durch eine Kleingartenanlage bein Niederbrechen. Laut der Webseite niederbrechen.de war „Berkelwäschen“ eine Frau die hier lebte und eine Hexe gewesen sein soll. Sie soll auf dem Scheiterhaufen verbrannt und heir begraben worden sein. Heute noch verfolgt sie nächtliche Wanderer und wenn diese versuchen zu entkommen springt sie auf deren Rücken und lässt sich bis zur Schafbrücke tragen

Ich verlasse Niederbrechen und laufe in Richtung Oberbrechen.

Dieser Bahnübergang wurde neu gebaut nach einem Unfall zwischen einem Zug und einem Auto.

Die Schafbrücke führt über den Emsbach der mich von hier bis nach Niederselters begleitet.

Der Regio fährt in Oberbrechen ein.

Der Emsbach läuft nebenher. Der Bach ist 39 Kilometer lang, entspringt unterhalb de kleinen Feldberg (Ts) und mündet bei Eschhofen, gegenüber von Dietkirchen, in die Lahn. Die rote Bank am Wegesrand ist sonniger Platz und ideal um eine Pause einzulegen.

Gestärkt geht es weiter.

Das „Herz Jesu Kapellchen“ im grünen Wald.

… es sind doch einige Spaziergänger und Radfahrer unterwegs.

Hinter dem Wasserwerk führt eine Straße zur Mariengrotte. Der Engel lädt zum Besuch ein und zeigt den Weg.

Es überrascht kaum das Besucher hier verweilen und beten. Auch gibt es einige neue Dankesschilder am Eingang zur Grotte.

… der beindruckende Felsen zeigt seine geologische Beschaffenheit.

Kurz vor Niederselters steht oben im Berg das Christopherus Kapellchen.

Zum Schluss geht die Strecke durch einen kleinen Park. Hoch oben steht ein Aussichtsturm der über einen Waldweg erreichbar ist. Von Oben kann man den ganzen Ort überblicken.

Am Sportplatz bei der Turnhalle endet die Wanderung für heute. Obwohl ich diese Strecke schon of gelaufen bin, sehe ich immer wieder neue Eindrücke.