Gross-Umstaedter Panoramarunde, 4 Juni 2023

  • Start: Gross-Umstadt, Bahnhof
  • Länge: 13,8km
  • Markierung: Panoramarunde „U1“
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip Summary

Es ist schon spät am Morgen als ich in Gross-Umstadt ankomme. Die Sonne steht hoch am Himmel und es verspricht ein warmer Tag zu werden. Vom Bahnhof geht es erst zur Stadthalle wo der Panoramaweg beginnt. Auf dem Weg dorthin sieht man schöne denkmalgeschützte Gebäude.

Info-Tafeln werben für weitere Wanderwege in durch das Umstäder Land, so zum Beispiel der 17 Kilometer lange S3.

Das Geläut der St. Gallus Kirche ruft seine Gläubigen zum Sonntagsgottesdienst. Gegenüber von der Kirche sieht man das Wamboltsche Schloss, erstmals 1306 erwähnt. An den Fenstern sind die originalen Schmiedearbeiten angebracht (wikipedia). Bald erreiche ich den Marktplatz…

Das Rathaus am am Marktplatz sollte 1738 abgerissen werden und nur dank einer Bürgeriniative wurde es verschont. Im damaligen Gerichtsaal mit dem Stadtgericht wurden auchTodesurteile gefallt wurden die am Galgen vor der Stadt vollsterckt wurden (Info-Tafel).

Im Jahre 985 bestätigt eine Urkunde von Kaiser Otto III. das Umstadt eine Stapelplatz hatte, der älteste Hinweis auf einen Marktplatz Info-Tafel)

Der Brunnen, erstmals 1547 erwähnt, versorgte die Stadt mit Trink- und Löschwasser. Nebenan stand ein Holztrog für die Tiere bereit (Info-Tafel).

Viele Besucher geniessen in der Sonne ihr Frühstück auf dem Marktplatz.

Direkt am Markt steht auch die Stadtkirche, erbaut 1490/1494. Bei der Renovierung fand man nicht nur die Grundmauern von drei Vorbauten sondern auch die Überreste einer Villa Rustika (Info-Tafel)

Von der Stadthalle an folge ich dem mit U1 markierten Panoramarundweg.

Neben dem Darmstäder Schloss steht ein Mahnmahl mit einer Menora die an die Alte Synagoge erinnert (wikipedia). Die Neue Synagoge wurde an der Stelle wo heute die Stadthalle steht im Jahr 1875 eingeweiht. 1938 wurde das Gebäude an die Gemeinde verkauft, im Jahre 1979 abgetragen und im Hessenpark wieder aufgebaut (Info-Tafel).

Das Darmstädter Schloss wurde im 12. Jahrhundert im Auftrag des Klosters Fulda erbaut. Die Besitzer wechselten oft und zeitweise war die Amtsschreiberei und Registratur dort untergebracht. Heute ist das Schloss in privater Hand (wikipedia).

Der Weg führt nun weiter durch die engen Gassen der Altstadt.

Es geht nun bergauf am Stadtfriedhof vorbei. Hier findet man viele Grabstätten von Umstädter Grossfamilien (Info-Blatt).

Es folgt eine Strecke durch ein Neubaugebiet und an den Kliniken vorbei.

Blick zurück auf die Dächer von Gross-Umstadt

Das 1903 erbaute ehemalige Gebäude der Brenner-Brauerei ist nun ein Wohnhaus.

Weiter geht es bergauf durch die Heubacher Hohl, eine Löss-Lehm-Schlucht.

Die Weitsicht wird immer schöner umso höher man auf den Eselsberg geht. Der Name Eselsberg kommt wahrscheinlich von „Aisil“ was Ruhe bedeuted (Info-Blatt).

Der Otzberg ist durch einen Riss in der Erdkuste vor 25-20 Millionen enstanden (wikipedia).

Auf dem Berg liegt der Ort Otzberg und die Veste Otzberg. Funde belegen das es hier bereits Siedlungen um 5000 Jahre v. Chr. gab. Man nimmt an das die Veste Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Hier wohnten keine Familien sondern Burgmannen die die Burg sichern sollten. Heute gehört die Burg dem Land Hessen (schloesser-hessen.de)

Gestelle wie diese dienten einst als Ablage für Traglasten. Man nennt sie „Aisil“ also Ruhe. Im Sprachbrauch wurde ais „Aisil“ Esel und dies ist auch der Namensgeber dieser Anhöhe: Eselsberg (Info-Tafel)

Die Bank lädt zur Rast ein und erlaubt einen Bick zurück ins Tal. Die Wanderwegweiser des Odenwaldklubs zeigen das dies ein beliebtes Wandergebiet ist.

Der Panoramaweg U1 führt am Steinerwald vorbei zum Hardberg (Infoblatt)

Im Tal verläuft der Wächtersbach. In der Stille höre ich einen Kuckuck rufen. Nur kurz, dann ist er wieder ruhig.

Ab und zu werde ich von Wanderern überholt.

Oben auf dem Hardberg angekommen, kann man die neu (2010) angelegten Weinberge im Gemarkungsbereich „Kehrmich“ sehen (Info-Tafel).

Eine ganze Weile führt die Strecke durch den Wald.

Im Wald trifft man auf das Haus „Naturtreff am Rodelhäuschen“. Diese Einrichtung gehört der Stadt Gross-Umstadt und dient der Förderung der Waldpädagogik (Info-Tafel).

Wo soll es dann hingehen? Gross-Umstadt? Sausteige? Dorndiel? Klein-Umstadt?

Von diesem Platz aus hat man einen guten Blick auf Otzberg und den vorderen Odenwald.

Die Info-Tafel erklärt was man alles von hier aus sehen kann: Neunkircher Höhe, Hering, Zipfen und vieles mehr. Von hier aus kann man einen Abstecher zur Seilhängebrücke des Odenwaldklubs machen. Doch der Panoramaweg geht geradeaus weiter und somit hebe ich mir den Gang über die Hängebrücke für eine spätere Wanderung auf.

Die Markierung folgt dem Waldrand und dann zeigt ein Wegweiser zum „Frankfurter Blick“.

Der kleine Abstecher führt zu einer Aussicht die bis nach Frankfurt und dem Feldberg geht.

Weiter geht es durch die Streobstwiesen „Buschel“ ins Raibacher Tal.

Vier Mühlen nutzen den schnell fliessenden Raibach für ihre Arbeit. Bis zur Schliessung in 1910 wurden hier Samen, Nüsse und Kerne für ihr Öl gepresst. Die Mühlen wurden geschlossen da der Raibach von nun an für die Wasserversorgung genutzt wurde (Info-Tafel).

Der Wiesenweg führt hinunter ins Tal.

Die Esel schauen mistrauisch der Wanderin hinterher

Die Sonne brennt herunter während ich an der Strasse „Raibacher Tal“ entlang laufe.

Direkt nach dem Reiterhof biegt der Panoramaweg nach rechts ab und von nun an geht es sehr steil den Hang hinauf.

Ein Blick zurück auf den steilen Hang wo ich gerade hinauf geklommen bin…

Die Weinlage „Steingerück“ ist ein 13 ha grosses Gebiet. Nachweislich wurde hier bereits im 15. Jahrhundert Wein angebaut (Info-Tafel)

Während man dem Panoramaweg ins Tal folgt hat man eine schöne Aussicht auf Gross-Umstadt.

Wieder geht es durch eine Hohl / Schlucht um zur Stadt zu gelangen.

Am Gruberhof, dem Umstädter Museum führt der Weg duzrch einen Park.

Diese Wiese, die „Bleiche“, wurde ehemals zum Bleichen der Wäsche benutzt (Infoblatt).

Die Enten erfreuen sich an ihrem Sonntag im Teich.

Bad bin ich zurück an der Stadthalle wo der Panoramaweg endet.

Der Rückweg zum Bahnjhof geht wieder durch die Altstadt.

Vorbei geht es am Wendelinuspark mit der Sicht auf Sankt Gallus.

Jeder Platz im Café an der Strassenecke ist besetzt.

Ich beeile mich und erreiche den Bahnhof fünf Minuten vor der Ankunft der Bahn die mich nach Hanau bringt. Da hab ich gerade genug Zeit einen Schluck aus der Wasserflasche zu trinken und dann geht es zurück nach Hause.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert