Oberursel Runde und Keltenweg am Heidetränk Oppidum, 9 August 2020

– Start: Taunus-Informationszentrum, Oberursel, Hohemarkstrasse 192, gebührenpflichtiger Parkplatz

-Länge: 14,5km

-Markierung: keine durchgehende

GPS Track: Link zu GPS-Tour.info

aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip summary

Zwei an einem Tag: Den Mühlenwanderweg bis nach Oberursel und den Keltenrundweg um das Heidetränk Oppidum am Goldberg hab ich mir für heute vorgenommen. Beide Wanderwege beginnen am Taunus-Informationszentrum.

Ich parke mein Auto, ziehe mein Ticket für den Parkplatz und folge dann dem ‚Mühlen- und Flusskrebs‘ Zeichen in den Wald hinein. Ein Feuerwehrwagen nach dem andern fährt mit lauten Sirenen aus der Stadt hinaus und wie ich später erfahre, sind es Waldbrände die den Einsatz erfordern.

.. eine Brücke, die auch gleichzeitig eine Sitzbank ist, führt uber den Werkgraben des Urselbaches .

Seit beginn des 18. Jahrhunderts standen Pappenmühlen am Urselbach. Sie verarbeiteten Altpapier um daraus Pappe zu produzieren.

Eine Familie mit Hund kommt mir entgegen. Alle freuen sich das noch Wasser im Werkgraben fliesst damit der Hund seine Pfoten abkühlen kann. Kurz vor Oberursel erreiche ich den ‚Schillerturm‘. Dieser wurde 1905 zum 100. Geburtstag von Schiller mit einem 12 Meter hohen eisernen Aussichtsturm errichtet. 1964 wurde das der eiserne Teil demontiert und nur der steinerne Sockel blieb erhalten.

… der ‚Schillerturm‘ in der Morgensonne

Der Weg verläuft weiter am Mühlengraben (aus dem 14. Jahrhundert) entlang wo die Bäume willkommenen Schatten spenden.

Die ‚Schuckardts Mühle‘ war bis 1929 eine Mahlmühle und ist seit 1946 ‚Haus der Naturfreunde‘

Oberursel kommt in Sicht. Die Stadt wurde 791 zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erwähnt. 1444 wurde dem damaligen Marktflecken die Stadtrechte verliehen (oberursel.de)

… die weithin sichtbare St. Ursula Kurche thront hoch über der Stadt.

Auf dem Weg vom Parkplatz zur Innenstadt begegnet man dieser ‚Wäschfra‘. Der Brunnen wurde bis in die 1950er Jahre zum Reinigen von Wäsche genutzt.

Die Bänke und Tische am Marktplatz warten auf ihre Besucher.

Die meisten historischen Gebäude stammen aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg, also aus dem 17. Jahrhundert.

…das ‚Alt Oberurseler Brauhaus‘ wurde 1723-28 erbaut.

Neben dem Brauhaus findet man einen grossen Biergarten der aber um diese Uhrzeit noch keine Besucher hat. Die ‚Geschenkekiste‘ rät ‚mit Abstand‘ zu stöbern.

Es ist sehr ruhig in der Altstadt. Vor mir ist ein Cafè geöffnet und es haben sich ein paar Leute zum Frühstück getroffen

Das historische Rathaus (in der Mitte des Bildes) wurde 1479 auf den Überresten gotischer Satdttore erbaut.

… eine Band spielt ein paar flotte Musikstücke und lockt damit immer mehr Besucher an.

Bei der Figur des Gambrinus handelt es sich der Sage nach um einen flandrischen König der als Erfinder des Bierbrauens gilt.

Ob die Innenwände dieses Fachwerkhauses genauso schief sind wie diese Balken?

Der Turm ‚Hohe Wacht‘ an der St. Ursula Kirche. Grabungen bezeugen das schon seit über 1000 Jahren religiöse Gebäude an diesem Ort standen.

An den Überresten der alten Stadtbefestigung und den letzten Häusern am Stadtrand vorbei verlasse ich Oberursel.

Am Rande der Stadt liegt der Maasgrundweiher.

Seerosen auf dem Weiher…

Noch ein Blick zurück auf Oberursel und dann folge ich dem Maasgrundweg in ein Naturschutzgebiet hinein.

Die Pferde grasen ruhig vor sich hin…

Die Trockenheit diesen Sommers zeigt sich auch hier im Wald.

Die Strecke führt nun weiter am Hauptfriedhof vorbei …

…und unter der Unterführung der B455 hindurch zurück zum Taunus-Informationszentrum.

Mittlerweile ist es Mittag und sehr warm geworden. Ich lege eine längere Pause ein und überlege ob ich den Keltenrundweg auf einen anderen Tag verschieben soll. Das Informationszentrum ist offen und ich finde einige Broschüren mit mehr Wandervorschlägen im Taunus.

Da der Keltenrundweg meist im Wald liegt und nur etwas über 4 Kilometer lang ist, wage ich dann doch trotz der Hitze weiter zu wandern.

… über eine Brücke gelangt man zum Rundwanderweg.

Überall stehen Tafeln die die Historie der Keltensiedlung erklären und auch bildlich darstellen.

Verschiedene Stelen erzählen von den Stämmen, der Sprache und den Gebräuchen der Kelten.

…der Keltenweg umrandet die Goldgrube

Unterwegs zeigen einige Zeittafeln den Verlauf der Besiedlung durch die Kelten und Römer vom 8. Jahrhundert vor Christus bis etwa 100 Jahre nach Christus.

Der Bau des ‚Oppidums‘ am Heidetränkbach begann um 300 vor Christus. Diese Baumstämme und Steine im Wald zeigen wie man sich den Bau der damaligen Stadtbefestigung vorstellt.

Auch Wölfen, Luchsen und Elchen begnet man unterwegs…

… der Weg zum Platteau auf dem Goldberg. Eine Tafel am Wegesrand sagt: sie betreten nun das Oppidum…

Ausblick geht in den Taunus bis nach Bad Homburg und weiter. Eine Familie hat sich unter den Bäumen niedergelassen und einer liest aus einem Buch vor.

Neben derr Tafel steht ein nachgebauter Scheiterhaufen. Anhand der Grabungensfunde kann man die ungefähre Zeit und die Beigaben der Bestattung feststellen.

Die meisten Bewohner des Oppidums waren Bauern und Selbstversorger. Funde belegen das man sogar Rinder, Schweine, Schafe oder Ziegen gehalten hat. Eigene Münzen, wie der ‚Nauheimer Quinar‘, ermöglichten den Handel mit dem umliegenden Siedlungen.

… das Platteau auf dem Berg ‚Goldgrube‘

Diese Familie ist eine von sehr wenigen die an diesem Sonntag unterwegs sind.

In der Ferne im Dunst sieht man die Hochhäuser von Frankfurt .

… so stellt man sich das Oppidum um die Zeit der Kelten vor.

Diesen schmalen Pfad hat man schnell übersehen. Er führt am Hang entlang, an weiteren Tafeln vorbei, zurück zum Hauptweg und dann ist es nicht mehr weit bis zum Informationszentrum

Der Parkplatz und die Strassenränder sind voll zugeparkt. Manche Zuspätkommer drehen ihre Runden und fahren dann unverrichteter Dinge weiter. Ich finde mein Auto und mache nun Platz für den nächsten Besucher.

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