Von Selters (Ts) über Kirberg zum Kloster Gnadenthal, 31 Januar 2021

– Start: Niederselters, am alten Sportplatz

– Länge: 18,4km

– Markierung: keine durchgehende

-GPS Track: Link zu GPS-Tour.info

aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip summary

Wie letzten Sonntag starte ich am alten Sportplatz und gehe an den Bahngleisen entlang zum Ortsausgang.Leichter Schnee hat alles wie mit Puderzucker bedeckt.

Die Strasse istr frei von Eis und Schnee und ich komme gut den Berg hinauf.

… die Ziegen scheinen zu fragen: na, wo geht’s hin?

Die Luft ist klar und die Sicht ist frei bis in den Westerwald hinein.

Der Boden ist angetaut und unter der Schneedecke liegt Matsch.

Ich folge der Strasse bis hinter der ICE Brücke und biege dann vor der Autobahnbrücke nach rechts auf den Radweg ab.

.. gute Sicht auf die A3 und bis zum Mensfelder Kopf.

Ab und an rauscht ein ICE an mir vorbei.Die nächste Unterführung geht unter A3 hindurch und dann liegt Dauborn, eine von sieben Gemeinden die zu Hünfelden gehören, vor mir im Tal.

Ehe ich den Wörsbach überquere sehe ich ‚Villa Fledermaus‘ am Strassenrand: ein altes, stillgelegtes Trafohaus (?) welches nun als schönes Quartier für Vögel, Fledermäuse und Co dient.

… Villa Fledermaus

Von der Brücke aus schaut man auf den Bauernhof und seine Fachwerkhäuser.

Diese Scheune fasziniert mit ihren bunten Toren. Dann erreiche und umrunde ich den Friedhof mit der evangelischen Kirche. Es sind einige Kirchgänger unterwegs.

…Dauborner evangelische Kirche mit Kriegerdenkmal

Am Sportplatz begegnet mir eine Gruppe von Radfahrern und ich biege ab um dem Radweg zu folgen.

Im Tal ist es ruhig, nur ab und zu begegne ich Radfahrern und Spaziergängern.

Eine Familie trainiert ihren Hund der geduldig das Spiel über sich ergehen lässt.

…Kirberg kommt in Sicht.

Ich geniesse die Ruhe und frische Luft.

Man vermutet das auf dem dem Kirberger Schalsteinfelsen die Heiden bereits ein Heiligtum hatten (huenfelden.de/tourismus). Die erste christliche Kirche der Gegend wurde so um das Jahr 790 erbaut.

Anstelle der Kirche wurde 1355 die Burg Kirberg vom Grafen von Diez errichtet (Wikipedia). Die Burg scheint ziemlich schnell in einem schlechten Zustand gewesen zu sein. Schon 1500 wird darüber berichtet. Heute sind nur noch der Turm und ein paar Mauern erhalten.

…Hof der Spechte von Bubenheim, Grundsubstanz der Gebäude aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Die heutige Kirche von Kirberg wurde 1355 erbaut (Huenfelden.de). und um 1530 verbreitete sich die lutherische Lehre hier.

Gegenüber von der Kirche findet man das alte Rathaus. 1610 als Adelshof erbaut, lebte von 1731 bis 1769 der Amtsmann hier (Wikipedia). Heute findet man hier das Standesamt und ein Heimatmuseum.

So sah Kirberg um 1750 aus:

…das ‚Wallrabensteinsche Haus‘, erstmals 1533 erwähnt, wurde es im Jahr 1800 bereits als Apotheke genutzt.

Ein Buchladen mit seinen bemalten Fensterläden.

Fachwerkhäuser prägen das Gesicht von Kirberg.

Am Friedhof vorbei geht’s dann aus dem Ort hinaus.

… zwischen Kirberg und Dauborn-Gnadenthat sind einige Höfe angesiedelt

Beim Hof am Hain kommen schon die Reiter mit ihren Pferden vom Ausritt zurück.

Die Kälte und der Schnee können diesen Rindern sicherlich nicht viel anhaben.

Auf der anderen Seite des Tales liegt das Forsthaus und am Waldesrand führt ein Weg entlang den ich später als Heimweg nehme.

… der Weg nach Gnadenthal ist idyllisch, aber leider auch sehr aufgeweicht und matschig.

Nach einer kurzen Strecke durch den Wald liegt Hof Nehemia vor mir. Der Hof gehört zum Kloster Gnadenthal und die Jesus Bruderschaft bietet hier Familien Ferienunterkünfte mit vielen Programmen an. Die überdachte Bankanlage vor dem Hof nutze ich für eine kleine Pause.

Anfang des 13. Jahrhunderts wurde das Kloster gegründet und heute gehören die Kirche, ein Buchladen, eine Bio-Landwirtschaft, Gästehäuser, eine Kunstgalerie, und nicht zuletzt ein Cafè zum Kloster.

Das Cafè und der Selbstbedienungsladen sind an diesem Sonntag geschlossen. Während Corona-freien Zeiten ist dieses Cafè eine beliebte Raststätte für Radfahrer, Wanderer und Besucher.

… Blick zurück auf das Kloster Gnadenthal im Tal des Wörsaches.

Am Friedhof des Klosters vorbei führt die Strecke den Berg hinauf und dann durch den Wald zum Forsthaus.

Von hier oben kann man auf Dauborn, Kirberg und bis weit in Richtung Limburg schauen.

… oben angekommen entscheide ich mich den Weg durch den Wald nach Niederselters zu nehmen.

Leider wird die Qualität der Wege immer schlechter. Waldarbeiten haben diese Strecke zu einem Schlammbad gemacht.

Endlich, ich erreiche die Unterführung der A3 und habe wieder festen Boden unter den Füssen.

Nun geht es schnell bergab in Richtung Niederselters.

… ein sehr schöner Pilz an einem Stück Baumstamm am Wegesrand

Nun bin ich zurück am alten Sportplatz und bin wieder zu Hause.

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