Von Giessener Innenstadt zum Kloster Schiffenberg, 6 Juni 2021

  • Start: Giessen, Hauptbahnhof
  • Länge: 18,7km
  • Markierung: keine durchgehende
  • GPS Track: Link zu GPS-Tour.info
  • Aufgezeichnete Tracks sind Momentaufnahmen da Gegebenheiten vor Ort sich ändern können

Trip summary

Dies ist mein zwiter Versuch Kloster Schiffenberg zu besuchen. Vor ein paarJahren war im Kloster eine Musikveranstaltung und die ganze Anlage ware mit Bauzäunen abgesperrt. Dieses Mal müsste ein Besuch klappen da das Kloster gerade erst, nach einer langen Corona Pause, für Besucher geöffnet hat.

Vom Bahnhof aus folge ich der Bahnhofstrasse die rechts und links von alten Gebäuden gesäumt ist. Das Benediktiner Weissbräuhaus ist in der Alten Post beherbergt. Gleich danach sieht man das ‚Mathematikum‘ im ehemaligen Hauptzollamt. Dies ist das erste mathematische Mitmachmuseum. 2002 eröffnet kann man hier Mathematik anfassen und erleben.

… das Mathematikum im ehemaligen Hauptzollamt

Am Anfang des Einkauszentrum sieht man das ‚Elefantenklo‘. Die grossen Öffnungen in der Mitte der Fussgängerüberführung erinnern an ein überdiemensionales Plumpsklo.

Das Charlotte-Croon-Haus zeigt den alten und einen neuen Teil des Gebäudes. 1945 wurde das in 1900 erbaute Haus zur Hälfte zerstört 15 Jahre später wurde die fehlende Hälfte des Hauses wieder ergänzt. Die innenstadt von Giessn ist noch sehr ruhig. Nach dem Einkaufszentrum erreiche ich die 1893 erbaute Johanneskirche.

… die Johanneskirche

Der Theaterpark beginnt gleich gegenüber von der Kirche. Im Park sieht man viele Skulpturen und auch das Röntgendenkmal.

Im 19. Jahrhundert wurde das Giessener Stadttheater von reisenden Ensembles bestritten (Indotafel). Gegen Ende des Jahrhunderts ermöglichten Spenden und der neu gegründete Theaterverein regelmässige Aufführungen.

Weiter geht es durch den Park am Botanischen Garten und dem Liebieg Denkmal vorbei.

Die Techniche Hochschule Mittelhessen (THM) wurde 1971 als Fachhochschule gegründet. Mit über 18.000 Studierenden ist sie heute die zweitgrösste Fachhochschule in der Bundesrepiblic Deutschland (Wikipedia).

Schwanenteich

Tatsächlich sind zwei Schwäne im vermosten Schwanenteich.

Eine Weile geht es weiter durch die Stadt bis zum Alten Friedhof. Dieser wurdee 1530 am ‚Narrenberg‘ angelegt wo viele bedeutende Giessener Bürger beigesetzt sind, z.B. der Nobelpreisträger WilhelmConrad Röntgen.

… die Gebäude der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften

An den Bahngleisen geht nach links in die Anneröder Siedlung. Es dauert eine Weile, doch endlich lasse ich die letzten Häuser hinter mir.

Diese Katze wartet vor der Bahnunterführung und beobachtet die Passanten. Ihr Gesichtsausdruck macht ‚Garfield‘ alle Ehren.

Nun geht es über breite Waldwege durch den Wald. Es sind einige Jogger, Spaziergänger und Gassigeher unterwegs. Man merkt die Nähe der Stadt und der Universität. Vor dem Ort Annerod biegt die Strecke ab und führt zum Naturschutzgebiet ‚Hohe Warte‘

… auf dem Weg zum NSG Hohe Warte

Wild gewachsene Lupinen im Gras.

Das 168ha grosse Gebiet des NSG Hohe Warte war von 1982 bis 1991 Truppenübungsplatz der US Army. Nach der Aufgabe der Stellung wurde es in ein Naturschutzhebiet umgewandelt (Wikipedia)

Von hier oben sieht man weit ins Giessener Land hinein.

Die Aussicht von der ‚Hehen Warte‘ geht bis zur Burg Wettenberg und darüber hinweg

Heute findet man zahlreiche seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen in den Wäldern, auf den Magerwiesen …

…und in den Schotterhalden.

… die Schafe machen Landschaftspflege

Nun geht es weiter in Richtung Kloster Schiffenberg. Die Strassen erinnern an die ehemalige Nutzung als Truppenübungsplatz

Fast hätte ich den schmalen Pfad übersehen der von einem Waldweg zum nächsten führt. Aber mein Wandernavi hilft mir grössere Umwege zu vermeiden.

Ich überquere die stark befahrene B457 und tauche wieder in den Wald ein.

Nach einer ruhigen Strecke durch den Wald erreiche ich den Kletterwald auf dem Giessener Hausberg – den Schiffenberg. Über 460 fliegt man über Wiesen und durch den Wald (giessen.de).

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Kloster. Wie beim Kletterwald sind hier sehr viele Besucher unterwegs. Die Parkplatze sind fast voll belegt.

…Kloster Schiffenberg

Im frühen 12. Jahrhundert lebten hier die Augustiner Chorherren. Die Basilika wurde 1129 eingeweiht und ist das einzig verbliebene Gebäude aus dieser Zeit. Ab 1323 wohnten hier Mitglieder des Deutschen Ordens. (giessen-entdecken.de).

Nachdem das Kloster 1809 sekularisiert wurde übernahm das Land Hessen die Domäne und es wurde ein beliebtes Ausflugsziel.

… die Basilika des Klosters kann im Rahmen einer Führung oder während der Öffnungszeiten besucht werden

Nach einer ausgedehnten Pause im Kloster mache ich noch eine Runde um die Klostermauern herum. Die Aussicht geht in suedwestlicher Richtung über die Gemeinde Pohlheim und bei klarer Sicht bis in den Taunus hinein.

Vor sich sieht man Kühe in der Weide, Die Ländereien des Klosters sind verpachtet und dienen der Landwirtschft.

Vor den Toren des Klosters wurde ein mittelalterliches Gebäude ausgegraben. Man kann erkennen das es teilweise auf einer fränkischen Wehrmauer errichtet wuurde aber die ehemalige Nutzung ist nicht bekannt (Infotafel).

Eine lange Treppe führt durch den Wald hinunter zurück zu den Wanderwegen.

… die Butterblumen haben sich über die letzten regenreiche Tage sicherlich gefreut

Nach einer langen ruhigen Strecke durch den Wald erreiche ich den Stadt rand von Giessen. Hier im Bereich der Uni, dem Philosophikum und der Klinik, wird viel gebaut.

Eine baumgeschütze Allee verläuft an der Strasse entlang bis zur Innenstadt.

In der Rose hat eine Hummel ihren Spass und wällst sich im Blütenstaub umher.

… unter der Brücke kann man sich ein paar Tipps für den Alltag holen

Das Liebig Museum – hier forschte Justus von Liebig von 1824 bis 1852 und propagierte die „Agrikulturchemie“. !920 wurde das Museum eröffnet und mit alten Gerätschaften der Forschung ausgestattet (Infotafel).

Ich habe nun das Mathematikum wieder erreicht. Selbst auf dem Foto kann man die optische Täuschung der beiden Graphiken erkennen.

Der Zug wartet schon im Bahnhof und ich beeile mich um ihn zu erreichen. Diese Wanderung geht hiermit zu Ende und ich mache mich wieder auf dem Heimweg.

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